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Autos sichergestellt: Polizei stoppt illegales Rennen in Duisburg

Führerscheine und Wagen sichergestellt : Polizei stoppt illegales Autorennen in Duisburg

Die Polizei hat in Duisburg in der Nacht zu Dienstag ein mutmaßliches illegales Autorennen gestoppt. Zwei junge Fahrer mussten ihre Führerscheine abgeben, auch ihre Autos wurden sichergestellt.

Sie beschleunigten so sehr, dass die Polizei ihre Geschwindigkeit nicht erfassen konnte: In Duisburger Stadtteil Alt-Hamborn haben Beamte zwei junge Autofahrer gestoppt, die sich in der Nacht zu Dienstag ein illegales Autorennen geliefert haben sollen. Die Männer im Alter von 23 und 25 Jahren beschleunigten den Angaben der Polizei zufolge, als die Ampel in der Tempo-50-Zone auf Grün schaltete. Dabei übersahen sie allerdings eine Lasermessstelle der Polizei.

„Die waren so schnell, dass wir die nicht messen konnten“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Erst als der Fahrer eines Audi A3 die Polizeibeamten bemerkte, habe er eine Vollbremsung durchgeführt. Auch der andere Fahrer, der in einem Mazda saß, wurde angehalten.

Die Männer mussten ihren Führschein abgeben. Ihnen droht nun ein Strafverfahren. Auch die Autos der beiden wurden sichergestellt.

In Nordrhein-Westfalen registriert die Polizei immer wieder illegale Autorennen. Von Januar bis September dieses Jahres ermittelten die Beamten in 456 Fällen wegen mutmaßlicher Rennen – im gesamten Jahr 2018 waren es 474 Fälle gewesen. 72 Unfälle infolge von Rennen verzeichnete die Polizei zudem.

Der Anstieg der Zahlen ist demnach hauptsächlich auf verstärkte Kontrollen zurückzuführen. In mehreren Städten, darunter in Köln, gibt es zu Rasern spezielle Ermittlungsgruppen.

Bereits im Vergleich von 2017 zu 2018 war die Zahl der festgestellten Rennen um 40 Prozent gestiegen. Seit 2017 gelten illegale Autorennen als Straftat, nicht mehr als Ordnungswidrigkeit.

(kess/dpa)