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Duisburg: Ausbau für mehr Platz zum Spielen

Duisburg : Ausbau für mehr Platz zum Spielen

Die Kinder der Kita Am Förkelsgraben ziehen für den Übergang in Container um. Gebag investiert 3,6 Millionen Euro.

So ein Bauzaun auf dem Gelände stört ein Kindergartenkind erstmal nicht, denn auch damit kann man spielen. Davon wird es an der Kita Am Förkelsgraben bis zum Februar 2019 einige geben: Seit September wird die Einrichtung umgebaut und erweitert. Das ist schon zu sehen: Die geräumigen Übergangs-Container, in denen der Betrieb weiterlaufen soll, stehen schon.

Jetzt sind sie bezugsfertig. Sobald Kind und Kegel eingezogen sind, kann der eigentliche Umbau der Kita beginnen. In dieser Woche soll der Umzug erfolgen, danach geht es los, sagt Bernd Wortmeyer, Geschäftsführer der Gebag. "Der Kindergarten Am Förkelsgraben ist eine von fünf Einrichtungen, die wir vom Immobilienmanagement der Stadt gekauft haben und sanieren und ausbauen werden."

Mit Ende der Maßnahmen werde das Gebäude wieder an das IMD (Immobilienmanagement Duisburg) vermietet, und zwar für die nächsten 25 Jahre. Das städtische Immobilienmanagement wird vom Eigner also zum Mieter.

Der Kindergarten soll auf vier Gruppen vergrößert werden, dann werden 90 statt bisher 70 Kinder betreut. Dazu wird der Bereich der U3-Betreuung ausgebaut. "Durch die Anforderungen des Jugendamts benötigt der U3-Bereich immer etwas mehr Platz, beispielsweise ein externes Zimmer, in dem die Kleinen schlafen können", erklärt Wortmeyer.

Der Chef-Architekt der Gebag, Wolfgang Kellberg, erläutert Genaueres zu den Baumaßnahmen: "Auf dem freien Platz vor dem Eingang entsteht ein weiterer Gebäudeteil mit dem gleichen Volumen wie das Hauptgebäude. Dieses wiederum wird innen baulich verändert und zum Teil zurückgebaut." Die gesamte Nutzfläche vergrößere sich von gut 530 auf gut 860 Quadratmeter. Da das Gebäude um 1940 entstanden sei, müsse es auch umfassend energetisch saniert werden.

Insgesamt betragen die Kosten für die Um- und Neubauten 3,6 Millionen Euro. Davon sind 2,1 Millionen für die reinen Baumaßnahmen veranschlagt. Die übrige Summe beinhaltet unter anderem die Errichtung des Container-Provisoriums, 50 Meter neben der Kita.

Kellberg sieht die Nähe zur Baustelle trotz des Lärms positiv: "Der Spielplatz ist von den Bauarbeiten kaum betroffen und kann währenddessen weiter genutzt werden." Toll sei außerdem das Entgegenkommen der Nachbarschaft gewesen: "Die angrenzende Gartenbaufirma hat uns erlaubt, eine Baustraße über ihr Gelände einzurichten, und der Schrebergartenverein hat uns zugesagt, Gräben für die Versorgungsleitungen der Container ziehen zu dürfen."

Demnächst rollen also Bagger und Lastwagen in die Idylle zwischen Kleingartenanlage und Georg-Behrend-Park. Wenn sie wieder weg sind, haben die Kleinen in der Kindertagesstätte Am Förkelsgraben noch mehr Platz zum Spielen. Und das auch ohne Bauzaun.

(RP)