Duisburg: Aus der Krise eine Chance machen

Duisburg : Aus der Krise eine Chance machen

Peter Gasse, Arbeitsdirektor der Duisburger Hüttenwerke Krupp Mannesmann, hat in seinem Unternehmen positive Erfahrungen mit Kurzarbeit gemacht. "Wir versuchen aus der Krise eine eine Chance zu machen, in dem wir Kurzarbeit mit Qualifizierung verknüpfen, um so unsere Mitarbeiter noch stärker für die Zukunft zu machen.

Diese Überlegungen stimmen wir mit der Arbeitsagentur vor Ort ab und passen die Qualifizierungsmodule über die unterschiedlichen Förderinstrumente der Bundesagentur in unsere betrieblichen Abläufe ein", sagte er. Für die Zukunft verspreche sich das Unternehmen davon, neben der höheren Qualifikation für die Mitarbeiter auch eine höhere Einsatzflexibilität und damit den Erhalt der Arbeitsplätze, auch mittel- bis langfristig.

Für 3000 Arbeitnehmer gebe es derzeit einen Auftragsbestand von maximal 50 Prozent für die nächsten vier Monate. Diese Schwerpunkte seien deshalb u. a. gesetzt worden: Konzentration der Arbeit auf die Stammbelegschaft und Beschränkung der Kurzarbeit auf fünf Tage pro Monat und Mitarbeiter. Wobei der Januar noch ohne Kurzarbeit über die Bühne gehe.

Da in den nächsten zehn Jahren 50 Prozent der Belegschaft durch den demographischen Wandel "ausgewechselt" werde, habe HKM ein "hohes Interesse an Qualifizierung". Im Februar werde bei HKM das Qualifizierungsprogramm aufgestellt, das ab März laufen soll. Bereits 5500 Mitarbeiter hätten, so Gasse, 2008 Qualifizierungsmaßnahmen mitgemacht. Unterm Strich würde bei etwas mehr als 200 Millionen Lohnkosten pro Jahr keine Million pro Monat gespart.

Bei ThyssenKrupp Steel müssen 14 000 Beschäftigte an allen Standorten von Februar bis Ende September Kurzarbeit leisten. Betriebsratschef Willi Segerath bezifferte den Einkommensverlust bei fünf Schichten pro Monat weniger auf sieben bis zehn Prozent.

(RP)