Duisburg: Aufmerksame Bürger enorm wichtig

Duisburg : Aufmerksame Bürger enorm wichtig

OB Sören Link diskutierte mit Hombergern das Thema Sauberkeit im Bezirk. Zwei Problemecken kamen immer wieder zur Sprache. Eine Einladung zum Ortstermin gab es für die Wirtschaftsbetriebe.

Wer eine wilde Müllkippe im öffentlichen Raum entdeckt und sie der Stadt meldet, sollte sich innerhalb von 48 Stunden über die Beseitigung derselben freuen können. Mit diesem Versprechen ist SPD-Oberbürgermeister Sören Link in den Wahlkampf gezogen. Gemeinsam mit Thomas Patermann, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Duisburg, zog er im Awo-Treff an der Homberger Ehrenstraße auf Einladung der örtlichen SPD eine positive Bilanz des Müll-Themas. Gleichzeitig hörten er und der Chef des städtischen Entsorgungsbetriebes sich die Sorgen der Bürger über Dreck und Müll im Bezirk an.

Über 7000-mal seien die Wirtschaftsbetriebe seit Einführung des Programms (zu erreichen unter der Nummer 0203/ 2836000) tätig geworden. Wichtig seien ihm dabei auch und gerade die Bezirke, sagte Link. "Eine saubere Stadt Duisburg heißt nicht nur eine saubere Königstraße." Der Dreck in der Stadt nehme zwar nicht überhand, aber es gebe in jeder Großstadt Ecken, wo es viel Müll gibt. Aufgabe der Politiker sei es, sich gegen diesen Müll einzusetzen. Das gehe aber nicht ohne die Bürger. "Aufmerksamkeit und Mitwirkung sind enorm wichtig", sagte auch der SPD-Bundestagsabgeordnete und Homberger Ortsvereinsvorsitzende, Mahmut Özdemir.

Gerade auf zwei Hochheider Flächen kamen die rund 70 Besucher im Awo-Saal in der Gesprächsrunde immer wieder zu sprechen. Das war einerseits der Platz vor der Glückauf-Halle. Auf dem würden sich regelmäßig in den Abendstunden Jugendliche und junge Erwachsene treffen. Teilweise kämen sie mit Autos aus anderen Ruhrgebietsstädten. Was am nächsten Morgen davon übrig bleibt, seien herumliegende Pizza-Kartons und Alkoholflaschen.

Zwar würden die Wirtschaftsbetriebe dort regelmäßig aufräumen, aber so schnell wie neuer Müll dort liegt, kämen sie gar nicht hinterher. Daher forderten die Bürger vor allem mehr Präsenz von der Polizei und den Ordnungsbehörden. Andererseits wurde der Platz hinter Deichmann in der Ladenstadt als beliebte Müllablagerungsstätte genannt. Viele Menschen gingen dort entlang in die Ladenstadt. "Man stolpert ständig über Dreck", sagte Helmut Oberreiter von der Hochheider Werbegemeinschaft. Gleichzeitig lud er WBD-Chef Thomas Patermann zu einem Ortstermin ein. Der versprach auch zu kommen und verwies auf das Problem, dass das Gelände einem privaten Investor und nicht der Stadt gehört.

Thema waren auch die beiden kürzlich von der Stadt erworbenen Weißen Riesen. Zum Kaufpreis des im Juli von dem Investor Altro Mondo erworbenen Gebäudes an der Friedrich-Ebert-Straße wollte der Oberbürgermeister zwar immer noch nichts Konkretes sagen, auf Nachfrage der Bürger teilte er aber mit, dass der Kaufpreis jedenfalls deutlich unter den 2,55 Millionen lag, die bei der Zwangsversteigerung für die Ottostraße 24 bis 30 fällig wurden.

Zusätzlich kann die Stadt nun auch dort das Müllproblem angehen, weil sie jetzt selbst Eigentümer ist.

(RP)