Duisburg: AStA-Prozess wird fortgesetzt

Duisburg : AStA-Prozess wird fortgesetzt

Der Staatsanwalt stimmt einer Einstellung des Verfahrens nicht zu.

Der Abschluss des Untreueprozesses gegen frühere AStA-Mitarbeiter der Uni Duisburg-Essen lag in greifbarer Nähe, jetzt wird aber doch noch weiter verhandelt. Die Staatsanwaltschaft verweigerte ihre notwendige Zustimmung zu der von Gericht und Verteidigung angeregten Einstellung des Strafverfahrens.

Rund 50. 000 Euro sollen die beiden Duisburger Boris S. (40) und Oliver B. (44) beim Betrieb der Studentenkneipe KKC auf dem Essener Campus veruntreut haben, behauptet die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage.

Sie hatte von 2011 bis 2015 ermittelt, nachdem anonym schwere Vorwürfe erhoben worden waren. Aus Sicht der XXI. Strafkammer am Landgericht Essen haben sich die Kernvorwürfe gegen die Angeklagten bisher nicht bestätigt.

Einer Einstellung wolle das Gericht jetzt aber nicht näher treten, betonte Richter Johannes Hidding gestern. Am 20. September war er nicht so zurückhaltend gewesen: Das Gespräch mit der Staatsanwaltschaft hat wohl dazu geführt, dass die Kammer wieder Zeugen vernimmt.

Sie kümmert sich auch um das Insolvenzverfahren des dritten Angeklagten aus dem Jahr 2007, dem Beihilfe vorgeworfen wird. Offenbar erhofft die Staatsanwaltschaft sich davon Rückschlüsse auf sein damaliges Finanzvermögen. Die Verteidigung nahm die Entscheidung des Gerichtes hin. Gerhard Thien erklärte: "Wir betteln nicht um eine Einstellung."

(RP)
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