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Duisburg: "Argentinisches" Weihnachtskonzert

Duisburg : "Argentinisches" Weihnachtskonzert

Der Niederrhein und die argentinische Pampa sind beides eher flache Gegenden. Weihnachten wird aber sowohl hier als auch dort gefeiert, sei es im Winter oder im Hochsommer, leise rieselt der Schweiß. Das war jetzt das Thema bei "Weihnachten in Lied und Wort: ,Navidad nuestra'" im ganz gefüllten Opernfoyer im Theater.

Spiritus rector der Veranstaltung war Norbert Killisch, geboren in Dinslaken, er lebte einen Teil seiner Kindheit in Argentinien und ist seit 1975 Bratschist bei den Duisburger Philharmonikern. Hier war er jetzt verantwortlich für Akkordeon, Cembalo, Charango (das ist eine Art Mini-Gitarre, hergestellt ursprünglich aus dem Panzer eines Gürteltiers), die klare Konzeption und auch die wohlklingenden musikalischen Bearbeitungen.

Verborgener Tiefsinn

Im ersten Teil ging es um "unsere Weihnacht", mit europäischen Instrumental-Werken wie dem virtuosen "Image" für Flöte solo von Eugène Bozza und natürlich traditionellen Weihnachtsliedern. Bei "Es ist ein Ros entsprungen" durften das Publikum mitsingen. Der Sprecher Wolfram Boelzle traf sehr gut den verborgenen Tiefsinn in den teils poetischen, teils irre komischen Texten von Hanns Dieter Hüsch. Da fiel auch wieder der unsterbliche Satz: "Bescherung schon um sechs? Warum nicht gleich am Vormittag, oder im Oktober!"

Mit dem Tango "Prepárense" von Astor Piazzolla begann dann der argentinische Teil des Konzerts. Hier war der moderierende Norbert Killisch ganz in seinem Element, empfahl landestypisch "paciencia" (Geduld) und Mate-Tee trinken. Im Mittelpunkt stand hier die mitreißende Kantate "Navidad nuestra" von dem ebenfalls vor 90 Jahren geborenen Ariel Ramírez, die auf Texte von Félix Luna das Weihnachts-Geschehen in das argentinische Volks-Leben versetzt.

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Gut waren die beiden Gesangs-Solisten: die im US-Bundesstaat New Mexico geborene und im englischen Oxford aufgewachsene, österreichische Mezzosopranistin Melanie Lang, hier bestens bekannt seit ihrer Zeit im Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg und der costaricanische Tenor Luis Fernando Piedra aus dem Chor der Rheinoper.

Aber auch die vorzüglichen Instrumentalisten aus den Reihen der Duisburger Philharmoniker hatten sichtlich Freude an dem dankbaren Programm: Stephan Dreizehnter (Flöte), Martina Sebald und Peter Bonk (Violine), Sophia Reuter (Viola), Anja Schröder (Violoncello), Jaebok Cho (Kontrabass) und Kersten Stahlbaum (Percussion).

(hod)