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Duisburg: Archivgalerie: Farbenfrohe Hingucker verstorbener Künstler

Duisburg : Archivgalerie: Farbenfrohe Hingucker verstorbener Künstler

Immer mehr Menschen entdecken, dass am Dellplatz 8 seit diesem Jahr gute Kunst zu erleben ist. DuArt, die Archiv-Galerie des 75-jährigen Duisburger Künstlers Gerhard Losemann mit Nachlässen von Künstlern mit Duisburg-Bezug, füllt inzwischen das ganze Haus (die RP berichtete).

Die dritte Ausstellung, die jetzt dort etwa drei Monate lang gezeigt wird, ist ein besonderer Hingucker. Ins Auge fallen 32 farbenfrohe "Arbeiten auf Papier" von fünf Künstlern: die Werke von Hans-Joachim Herberts (1925-1992), Heinz Luckenbach (1913-1985) und Gisela Schneider-Gehrke (1949-2001) sind aus Losemanns Sammlung, dazu kommen Werke der ebenfalls verstorbenen Eugen van Stiphaut (1933-1997) und Manfred Vogel (1946-2008). Man kommt rein und ist sofort umgeben von Meisterwerken von Manfred Vogel. Die auf Mallorca entstandenen Doppel-Blätter deuten Figürliches an, auch mal mit Humor, etwa wenn man einen brennenden Berg auch deuten kann als Karikatur eines Juristen. Verkauf ist nicht die wichtigste Aufgabe von DuArt, aber es ist auch möglich die Arbeiten zu erwerben, bei Manfred Vogel ist man für 900 Euro dabei. Geht man weiter in den Raum hinein, leuchtet das eindrucksvolle Blau von Gisela Schneider-Gehrke (Losemann: "Ich bin auch so 'n Blau-Gucker"). Hinten im Kabinett kommen dann die kleinteiligeren Werke, die Gerhard Losemann als feinsinniger und einfühlsamer Kurator auch mit kräftigeren Farbakzenten aufgemischt hat. "Kunst gehört zu den Menschen und nicht in den Keller", betont er.

Geöffnet ist die kleine, aber besonders feine Ausstellung donnerstags und freitags, jeweils von 18 bis 21 Uhr, sowie nach Vereinbarung, Tel. 0203/ 334348. Der Eintritt ist frei.

(hod)