1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Arbeitslosenquote im Juni steigt in Duisburg auf 12,4 Prozent

Arbeitslosenquote steigt auf 12,4 Prozent : Fast 50.000 Duisburger in Kurzarbeit

Die Arbeitslosigkeit in Duisburg ist im Juni erneut gestiegen. Die Agentur für Arbeit meldet 32.064 Arbeitslose in der Stadt. Das entspricht einer Quote von 12,4 Prozent. Marcus Zimmermann (49) ist neuer Agenturchef in Duisburg.

Das Coronavirus trifft den Duisburger Arbeitsmarkt weiterhin schwer. Gegenüber Mai verzeichnete Duisburg  im Juni eine Zunahme von 356 arbeitslosen Menschen im Stadtgebiet. Im Vormonat lag diese Zahl noch bei über 1600 Menschen. Das geht aus den aktuellen Monatszahlen der Agentur für Arbeit hervor. Zum Vergleich: Im Juni 2019 waren noch 4143 weniger Arbeitslose in Duisburg gemeldet. Auch die Kurzarbeit ist im Juni noch einmal angestiegen. 

Im Juni haben 99 Betriebe für 1479 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Der Trend habe sich zwar fortgesetzt, aber zumindest abgeschwächt, heißt es dazu im Monatsbericht. Seit März haben in Duisburg insgesamt 3615 Betriebe für 49.350 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Mit dem Beginn der Lockerungen werde die Arbeit nun aber in vielen Branchen wieder aufgenommen, teilte die Agentur mit. Die Beschäftigten könnten direkt aus der Kurzarbeit heraus in ihre Betrieben starten. Kurzarbeit trage wesentlich dazu bei, Arbeitslosigkeit zu verhindern und Beschäftigungsverhältnisse zu stabilisieren, sagte Marcus Zimmermann, der neue Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg (Foto: Agentur). Er tritt die Nachfolge von Astrid Neese an, die als Dezernentin für Familie, Bildung und Kultur, Arbeit und Soziales zur Stadt wechselte.

„Erfreulich ist, dass im Juni 265 Duisburger eine Beschäftigung aufgenommen haben, das sind fast 34 Prozent mehr als noch im Mai. Gleichzeitig haben im Juni mit 500 Personen deutlich weniger Menschen ihre Arbeit verloren. Hier liegt die Zahl sogar unter der des Vorjahres, sodass wir von einer leichten Belebung des Arbeitsmarktes in Duisburg sprechen können.“

Der neue Agenturchef startet also in einem durchaus schwierigen Umfeld. Zimmermann war einige Jahre als Rechtsanwalt in Mülheim an der Ruhr tätig, bevor er 2005 in das Führungskräfteentwicklungsprogramm der Bundesagentur für Arbeit wechselte. Er war bis zu seinem Wechsel nach Duisburg Geschäftsführer des operativen Service in Bochum.

Der 49-Jährige Marcus Zimmermann übernimmt die Verantwortung für die Arbeitsagentur an der Wintgensstraße in schwierigen Zeiten: „Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt steht überall aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie vor neuen Herausforderungen.“ Er wolle Arbeitssuchende unterstützen und dabei helfen, ihnen wieder eine echte Perspektive bieten zu können.

(mtm)