Anwohner klagen über Pendler und Lkw auf der Königstraße in Homberg

Königstraße in Homberg : Bezirksvertretung hat sich viel vorgenommen

Es gibt also viel zu tun für die Politik der Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl. Am Donnerstag ist die erste Sitzung des Gremiums.

Geldspritzen für die Sportvereine, die Einrichtung einer Kurzparkzone vor der Postfiliale an der hoch frequentierten Augustastraße, mehr Licht und somit auch mehr Sicherheit für Schulwege, etwa zur Baerler Waldschule – für die erste Sitzung der Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl hat sich die Politik viel vorgenommen. Das Gremium tagt am Donnerstag, 24. Januar, 16 Uhr, im Bezirksrathaus. Zuhörer sind bei der Sitzung willkommen.

Neben der Förderung der Vereine – zehn Anträge gibt es, Höhe der Mittel: rund 86.000 Euro – und einem Sachstandsbericht zur KIDU-Offensive 2015 bis 2020 wird es auch um den Wohnbericht 2017 und die „Gute Schule 2020“ gehen. Auch hierzu werden Vorträge erwartet.

Außerdem steht das Gewerbegebiet Rheinpreußen auf der Tagesordnung. SPD und Bündnis 90/Grüne beantragen eine weitere Erschließung durch einen Durchstich der Eisenbahnstraße und einen damit verbundenen Ausbau. Zudem fragen die Sozialdemokraten nach einer Firmenansiedlung an der Homberger Baumstraße 12. Hintergrund: Es liegen massive Anwohnerbeschwerden vor. Sämtliche Parkflächen seien zur „Müllkippe“ verkommen, auch außerhalb des Geländes sollen etliche Lkw stehen.

Weitere Anträge von SPD/Grünen beschäftigen sich mit der Errichtung von Halteverboten (Kreuzstraße 16-18, ein Teil der Hubertusstraße, beide Baerl) – außerdem fragen sie nach dem Stand der Arbeiten am Bolzplatz an der Hochheider Kronenstraße: Der Vorplatz wurde von einer externen Firma umgestaltet. Dadurch blieb der gesamte Bolzplatz im Sommer gesperrt, was, so erfuhren die Politiker, zu einigen Unmut bei den Jugendlichen führte.

Abschlägig entschieden wurde ein Antrag zur Königstraße. Ein Anwohner hatte gebeten, sie als Anliegerstraße auszuweisen; Pendler aus Moers und Rheinhausen würden sie als Schleichweg benutzen – die Königstraße sei derartigen Verkehrsbelastungen aber nicht gewachsen.

Hier überwiege das öffentliche Wohl, schreibt das Amt für Stadtentwicklung. Die Königstraße sei Bestandteil des gesamtstädtischen Straßennetzes und dazu bestimmt, „einen gewissen Durchgangsverkehr“ aufzunehmen. Die Belastung mit 3000 Fahrzeugen sei zwar hoch, stelle aber keine Gefährdung für die Lebensbedingungen der Anwohner dar. Ihrem Schutz sei bereits dadurch Rechnung getragen, dass sich die Königstraße in einer Tempo-30-Zone befinde.

(kui)