Duisburg: Anmeldeteams für Sekundarschulen

Duisburg : Anmeldeteams für Sekundarschulen

Ab Februar 2014 können Eltern ihre Kinder in der vierten Klasse für die neuen Sekundarschulen in Huckingen und Hamborn anmelden. Zwei Anmeldeteams koordinieren das Verfahren. Gestern wurden sie vorgestellt.

Die Vorbereitungen für den Start der neuen Duisburger Sekundarschulen gingen gestern in die nächste Runde. Im Rathaus stellten Bildungsdezernent Thomas Krützberg und Jürgen Volkmer, Dezernent für die Schulformen Gesamtschule und Sekundarschule bei der Bezirksregierung Düsseldorf, die beiden Anmeldeteams vor. Diese bestehen aus je fünf Lehrkräften der am Gründungsprozess beteiligten Schulen und werden von einem Schulleiter geleitet. Für die Sekundarschule am Biegerpark hat Klaus Friede, Rektor der Realschule Süd in Huckingen, diese Aufgabe übernommen. Dem "Team Nord" für die Sekundarschule in Hamborn steht Helmut Heimbach, Leiter der Realschule Hamborn II, vor.

Ihre Aufgabe ist es, das im Februar beginnende Anmeldeverfahren für die neuen Schulen, deren Gründung der Rat der Stadt am 11. November nach zweijähriger Vorlaufphase beschlossen hat, zu koordinieren. Je 75 Interessenten sind nötig, damit das neue Schulmodell zum nächsten Schuljahr im August 2014 in Duisburg wie geplant beginnen kann. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir das schaffen", sagte Helmut Heimbach. Eine Elternbefragung in beiden Bezirken ergab, dass genügend potenzielles Interesse seitens der Eltern und Viertklässler vorhanden ist. Im Rahmen erster durchgeführter Informationsabende kamen jedoch auch kritische Stimmen auf, berichteten die Leiter der Anmeldeteams. "Manche Eltern hatten Bedenken, ob beispielsweise das M.I.N.T.-Zertifikat und unsere Laptopklassen fortgeführt werden. Da war großer Informationsbedarf", sagte Helmut Heimbach und versprach, dass es diese Angebote auch weiterhin geben wird. Außerdem würden die Sekundarschulen einen "gymnasialen Standard verfolgen", sagte er. Klaus Friede wies außerdem darauf hin, dass mit Einführung des neuen Schulmodells auch bessere Förderungsmöglichkeiten geschaffen werden würden. "Es gibt einen besseren Lehrer-Schüler-Schlüssel, nämlich pro 100 Schüler einen Lehrer mehr", so der Realschulleiter. Dies eröffne zusätzlichen Spielraum für individuelle Betreuung und Förderung. Ein Modell, das er sich speziell für das Schulzentrum-Süd in Huckingen und für die dort entstehende Sekundarschule vorstellen kann, ist der so genannte "offene Anfang", ein Betreuungsangebot für Schüler, die schon vor dem regulären Unterrichtsbeginn um 8 Uhr vor dem Gebäude warten.

"Die Busse sind oft überfüllt. Viele Schüler fahren deswegen früher und stehen dann ab 7 Uhr unbetreut vor Ort", so Friede. Mit einem Frühstück und Betreuung könne diese Wartezeit sinnvoll überbrückt werden. Aufgabe sei es, die verschiedenen Stundenpläne an ein solches Modell, das die Realschule Süd sich bei einer Schule in Kassel angeschaut hat, anzupassen.

Nach Durchführung des Anmeldeverfahrens, das im Februar 2014 beginnt, muss die Personalplanung ausgearbeitet werden. "Das ist ein ganz kompliziertes Verfahren", sagte Jürgen Volkmer. Man müsse schließlich einen reibungslosen Übergang und eine gleichbleibende Qualität des Unterrichts an den Schulen, die in den nächsten fünf Jahren auslaufen, gewährleisten. "Zunächst werden Versetzungen, Ab- und Rückabordnungen nötig sein" so der Düsseldorfer Dezernent. Die Erfahrung an den bisherigen 81 Sekundarschulen in NRW seien jedoch positiv gewesen. "Die neue Schulform wird der Duisburger Bildungslandschaft gut tun", sagte Kulturdezernent Thomas Krützberg.

(RP)
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