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Duisburg: Ampel kann Verbrauchern bei der Orientierung helfen

Duisburg : Ampel kann Verbrauchern bei der Orientierung helfen

Duisburg ist bekanntlich eine der NRW-Kommunen, in der seit geraumer Zeit die Hygiene-Ampel ausprobiert wird. Sie soll Kunden dabei helfen, ein Urteil über die Sauberkeit in Gastronomiebetrieben zu bekommen. Mehr als vier Monate nach dem Start ziehen die Verbraucherzentrale NRW und das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium Zwischenbilanz. "Es ist ein stärkeres Bemühen sichtbar, Mängel schnell zu beseitigen", sagte Bernhard Burdick, Leiter des Projektes bei der Verbraucherzentrale NRW.

"Das Instrument verunsichert Verbraucher nur," kritisiert hingegen Thomas Kolaric, Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes in Duisburg. Die Ampel unterscheide nicht zwischen Hygiene-Mängeln oder formalen Fehlern des Gastwirts oder Baumängeln. Zudem seien die Daten oft mehrere Monate alt. "Sinnvoller ist es, öfter zu kontrollieren und dann schwarze Schafe direkt aus dem Verkehr zu ziehen, statt in dieser Weise in den Markt einzugreifen," so Kolaric.

Auch Christine Blachnik, Sprecherin der Duisburger Lebensmittelüberwachung, bemängelt: "Die Ampel kann Orientierung geben, sagt aber nicht, was die Bewertung nach unten gedrückt hat". Die Ampel sage aber "etwas über Hygiene-Bedingungen aus," so die Lebensmittel-Sachverständige weiter. Es fließe auch ein, ob ein Betrieb seine Mitarbeiter in Sachen Infektionsschutz geschult habe oder wie lückenlos die Kühlkette im Haus dokumentiert sei.

In Duisburg steht die Ampel übrigens bei 611 von 680 kontrollierten Betrieben inzwischen schon auf "Grün".

(gh)