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Duisburg: Ampel an Autobahn-Auffahrt

Duisburg : Ampel an Autobahn-Auffahrt

Im Herbst wird an der A 59-Auffahrt Ruhrort eine Ampelanlage in Betrieb gehen, die die Zufahrt auf maximal zwei Autos beschränkt. Damit soll ein Unfallschwerpunkt auf der A59 sicherer gemacht werden.

Kurze Autobahnauffahrten sind eine Herausforderung – nicht nur für ungeübte Fahrer. So auch die Auffahrt Ruhrort/Meiderich auf die A59 in Richtung Duisburger Innenstadt/Düsseldorf. Hier dienen nur etwa 300 Meter Asphalt als Beschleunigungsspur. Die Auffahrt ist so anspruchsvoll, dass sie selbst von Fahrrschulen so weit wie möglich umfahren wird. Ab Herbst soll nun an der Problemauffahrt eine Ampel die Zufahrt beschränken. "Die Auffahrtssituation wird durch die Ampel entschärft, indem sie pro Grünphase nur ein oder zwei Fahrzeuge auf der Auffahrt zulässt", erklärt Michael Kalisch.

Störungsschwerpunkt

In einer verkehrstechnischen Untersuchung wurde zuvor deutlich, dass die Ruhrorter Auffahrt einen Störungsschwerpunkt auf der A59 darstellt. "Im Jahre 2007 haben wir dort rund 600 Störungen gemessen. Damit ist die Auffahrt Ruhrort ein Unfallschwerpunkt," so Michael Kalisch von der Abteilung Telematik des Landesbetriebs Straßenbau NRW.

Über die schmale, zweispurigen Autobahn rollten, so der Experte, pro Tag etwa 90 000 Fahrzeuge. Kein Wunder also, wenn das Auffahren trotz Tempobegrenzung auf 80 Stundenkilometer zu Stoßzeiten schwer fällt. Die zufahrtsbeschränkende Ampel wird nicht rund um die Uhr im Einsatz sein. "Etwa 50 bis 100 Meter hinter der Auffahrt wird eine Induktionsschleife im Boden versenkt. Mittels eines Magnetfeldes misst diese, wie stark das Verkehrsaufkommen auf der A59 ist", so der Experte "Nur wenn die Fahrzeugdichte hoch ist wird die Ampel eingeschaltet, um zu verhindern, dass der Verkehr an dieser Stelle zusammenbricht."

Die Rotphasen können unterschiedlich lang sein – nämlich zwischen zwei und fünf Sekunden. Außerdem wurde die Ampelanlage so in der Zufahrtsrampe angelegt, dass genug Platz für den nachfolgenden Verkehr bleibt.

"Wahrscheinlich müssen die Ampelphasen bei der Inbetriebnahme zunächst einige Tage optimiert werden," sagt Michael Kalisch. Notfalls könnten die Ampeln auf der Bürgermeister-Pütz-Straße zusätzlich mit der Ampel auf der Auffahrt synchron-geschaltet werden, um einen Stau zu vermeiden.

Zurzeit ist zwar bereits die Ampel in der Kurve der Auffahrt installiert. Ein Warnblinklicht soll zudem allzu plötzliche Bremsmanöver verhindern. Doch noch ist die Ampelanlage nicht einsatzbereit. "Es ist noch nicht ganz klar, wann sie fertig wird – vermutlich erst im August oder Oktober", so der Verkehrsexperte im Gespräch mit unserer Zeitung.

(RP)