Amok-Verdacht in Duisburg: Polizei zeigt weiterhin Präsenz an Schule

Amok-Alarm in Duisburg: Polizei zeigt an Schule weiterhin Präsenz

Bislang sind die Ermittler kaum weitergekommen: Nach dem Amok-Alarm an einer Duisburger Schule ist unklar, ob tatsächlich ein bewaffneter Mann auf dem Gelände war. Die Polizei war am Donnerstag erneut vor Ort.

Die Polizei patrouillierte rund um das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg im Stadtteil Neudorf. Ermittler führten außerdem Gespräche mit der 17-jährigen Schülerin, die am Mittwochabend einen Mann mit Schusswaffe gemeldet hatte. "Neue Erkenntnisse sind dabei nicht herumgekommen", sagte Polizeisprecherin Daniela Krasch unserer Redaktion. Auch andere Schüler seien befragt worden. Die Ermittlungen seien noch nicht beendet. Ein Polizeieinsatz für Freitag sei angedacht. Offen bleibt damit vorerst, ob sich tatsächlich ein bewaffneter Mann auf dem Schulgelände aufhielt - oder es sich um einen Irrtum handelte.

Am Mittwoch hatte es an der Schule einen Großeinsatz der Polizei gegeben. Spezialkräfte der Polizei brachten Schüler und Lehrer aus dem Gebäude und durchsuchten es. Ein Bewaffneter wurde jedoch nicht gefunden.

Unterricht am Tag danach nur freiwillig

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Am Donnerstag war der Gesprächsbedarf am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg groß. Nach Angaben von Schulleiterin Ruth Gesing sind viele Schüler gekommen, um über die Geschehnisse vom Vortag zu sprechen. Gelegenheit dazu hätten die Schüler den ganzen Tag gehabt. "Lehrer und zwei Sozialarbeiter standen dafür zur Verfügung. Ich hätte zusätzlich psychologische Hilfe anfordern können. Doch das war nicht nötig", sagte Gesing, die sich eine schnelle Rückkehr zur Normalität wünscht.

Am Donnerstag war der Unterricht für die Schüler freiwillig. Wer nicht kommen mochte, durfte fehlen. Von dem Angebot machten nach Angaben der Direktorin einige Schüler Gebrauch.

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