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Duisburg: Altrektor Born wird heute verabschiedet

Duisburg : Altrektor Born wird heute verabschiedet

Mit einer Festveranstaltung verabschiedet heute Abend die Universität Duisburg-Essen (UDE) einen ihrer altgedientesten Professoren und den Altrektor der ehemaligen Gesamthochschule Duisburg: Prof. Dr. Gernot Born. 34 Jahre – von 1975 bis zu seiner Emeritierung in diesem Sommer – hat Born als Hochschullehrer in der Physik Akzente gesetzt. Und von 1986 bis 1995 lenkte er die Geschicke der Gerhard-Mercator-Universität als Rektor.

Zu seiner feierlichen Verabschiedung, zu der das Rektorat der UDE und die Fakultät für Physik geladen haben, kommen frühere und heutige Kollegen und Mitarbeiter sowie weitere Weggefährten zusammen. Altoberbürgermeister Josef Krings hält die Laudatio.

Seit 1975 in Duisburg

Born, längst ein bekennender Duisburger, stammt eigentlich aus Hessen. Geboren 1944 in Dillenburg, studierte er von 1963 bis 1968 Physik, Mathematik und Chemie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Nach dem Physik-Diplom und der Promotion in Festkörperphysik wurde er dort zunächst Dozent, 1973 ernannte ihn die Uni Gießen zum Professor.

1975 nahm er den Ruf der noch jungen Gesamthochschule Duisburg auf die Professur für Physik und ihre Didaktik an. Weitere Rufe in der Folgezeit lehnte er ab, um sich für seine Uni und seine Stadt zu engagieren. So war er Dekan des Fachbereichs Physik und Technologie, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs und ab 1986 für zwei Amtsperioden Rektor der Gerhard-Mercator-Universität.

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In diesen acht Jahren trieb Born unter anderem die Gründung zweier Institute voran, die heute zu den forschungsstarken ingenieurwissenschaftlichen Einrichtungen der Uni gehören: das Institut für Energie- und Umwelttechnik IUTA und das Institut für Mobil- und Satellitenfunktechnik.

Auch den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften gab er Impulse. So wurden das Institut für Entwicklung und Frieden und die Ostasienwissenschaften aus der Taufe gehoben.

Von 1992 bis 1994 war er außerdem Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz. Als Universitätsprofessor war bzw. ist er Mitglied in zahlreichen nationalen und internationalen wissenschaftlichen Gremien, führte viele Jahre das Kontaktbüro des Vereins Deutscher Ingenieure an der Uni.

Als Physik-Didaktiker genießt Born einen ausgezeichneten Ruf, übrigens nicht nur an der Universität. Born war sich nie zu schade, sein physikalisches Wissen populärwissenschaftlich im besten Sinne bei verschiedenen Gelegenheiten – zum Beispiel in Volkshochschulen – auf überaus unterhaltsame Weise zu vermitteln.

Sein Versuch, 1999 als parteiloser Oberbürgermeister-Kandidat für die CDU gegen Bärbel Zieling (SPD) zu bestehen, war ein nicht-physikalischer Versuch, der gründlich daneben ging.

(RP)