Duisburg: "Altmarktcenter" in Hamborn

Duisburg: "Altmarktcenter" in Hamborn

Bereits zum Weihnachtsgeschäft 2013 könnte das neue "Altmarktcenter" im Herzen Hamborns an Parallelstraße und Markt seine Pforten öffnen. Ein Düsseldorfer Unternehmen will hier rund 30 Millionen Euro investieren.

Martin Linne, Leiter des städtischen Planungsamtes, stellte das Vorhaben jetzt zusammen mit dem Hamborner Bezirksbürgermeister Uwe Heider und Helmut Berends von der Düsseldorfer Immobilien Treuhand GmbH (ITG) vor. Die Pläne sollen den Kernbereich Hamborns wieder ganz nach vorne bringen. Als "traumhafte 1A-Lage" im zweiten Duisburger Hauptzentrum nach der Innenstadt bezeichnete Heider stolz den ins Auge gefassten Bereich.

Als Einzelhandelsstandort mit Steigerungspotenzial sieht Berends die gewachsene Hamborner Innenstadt, die das Einkaufspotenzial der Bürger vor Ort und in der näheren Umgebung gut binden könne. ITG wolle hier, so erklärte er unter dem Vorbehalt, die noch benötigten Grundstücke, die sich nicht im Besitz der Stadt befinden, zu bekommen, ein zweigeschossiges "Altstadtcenter" mit bis zu 12 000 Quadratmetern Einkaufsfläche, 360 Tiefgaragen-Stellplätzen und Gastronomie errichten.

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Gute Anbindung

Für das Projekt sprächen ein Einzugsgebiet mit 150 000 Einwohnern von Kaßlerfeld im Süden bis Aldenrade im Norden sowie Homberg im Westen bis Neumühl im Osten und eine überaus gute Verkehrsanbindung, der lebendige Markt und ein neues Ärztezentrum in der Nachbarschaft. Überschlägig veranschlage er die reinen Baukosten mit 20 Millionen Euro. Vor allem versicherte er dem Bezirksbürgermeister und anderen Vertretern der Stadt, dass die ITG nicht als Bauherr, der nur schnell vermarkten wolle, sondern auch als Betreiber des Centers auftreten werde. "Wir sichern den Betrieb, sorgen für das zum Bau notwendige Kapital, betreiben Werbung und Marketing", versicherte Berends. In dem auf dem Areal der heutigen Rhein-Ruhr-Halle geplanten Factory Outlet Center sieht Berends keine Konkurrenz. Da ginge es um ganz andere Einzugsbereiche und Kundenstrukturen. Er könne sich ein solches FOC durchaus mit einer lebendigen Veranstaltungshalle als Ersatz für die Rhein-Ruhr-Halle vorstellen. Am liebsten würde seine ITG, wenn es um die Ausschreibung des Hamborner FOC geht, "den Hut in den Ring werfen".

(RP)