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Duisburg: Albino-Känguru im Zoo

Duisburg : Albino-Känguru im Zoo

Erstmals Albino-Känguru im Duisburger Zoo

Der alltägliche morgendliche Blick in das Gehege der Kängurus führte vor einem halben Jahr zu staunenden Gesichtern bei den Tierpflegern: Nachwuchs bei den Bennett-Kängurus, die mit einem Meter Körpergröße zu den mittelgroßen Vertretern zählen, ist im Zoo am Kaiserberg allerdings nicht die Seltenheit.

Das Kuriose an diesem Morgen waren jedoch die rosa Schnauze, die rötliche Nase und das schneeweiße Fell des Tieres, das sich vorsichtig aus dem Beutel räkelte. Das erste Albino-Känguru im Duisburger Tierpark war geboren. Albinismus ist eine Sammelbezeichnung für angeborene Störungen in der Synthese der Pigmente und der daraus resultierenden helleren Haut-, Haar- und Augenfarbe. "Wir waren wirklich überrascht, als uns die Kleine entgegenblickte. Albinos kommen weltweit mit einer Häufigkeit von gerade mal 1:20000 vor", so Lena Homan, Tierpflegerin in der Australien-Anlage.

Im Alter von vier Monaten blicken die eigentlich bräunlich-grauen Jungtiere regelmäßig aus dem schützenden Beutel der Mutter und wagen auch die ersten Hüpfer über die Wiese. Mit zwölf Monaten ist dann aber endgültig Schluss mit dem Unterschlupf. Mittlerweile können Zoobesucher beobachten, wie das noch namenlose, sechs Monate alte Jungtier auch selbstständig durch das Gehege hüpft.

Das schneeweiße Beuteltier lockt viele Schaulustige an den Zaun des Geheges, die sich über die ersten großen Sprünge der Kleinen amüsieren. Immer in Reichweite zu ihrer Mutter erkundet die Kleine ihr neues Zuhause im Freien, das nicht nur von Kängurus bewohnt wird — große flugunfähige Laufvögel (Emus) leisten den Kängurus Gesellschaft. "Die Emus und die älteren Kängurus bemerken Neuankömmlinge sofort. Die Kleine muss jetzt anfangs sehr vorsichtig sein, denn die Krallen der Emus sind gewaltig", sagt Lena Homan.

(jco)