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Albert-Einstein-Gymnasium in Duisburg-Rumeln feiert 50-jähriges Bestehen

Albert-Einstein-Gymnasium in Duisburg wird 50 : Ein halbes Jahrhundert AEG-Schulgeschichte

Der erste Abiturjahrgang am Albert-Einstein-Gymnasium mit 28 Schülern wurde 1979 entlassen – 2020 sind es 118 Abiturienten. Mit einem Beschluss des Gemeinderates 1969 fing alles an.

Es ist 1969, und die eigentlich vom Bergbau geprägte Gemeinde zwischen Moers und Uerdingen hat ihren dörflichen Charme noch weitgehend behalten. Doch sie wächst und prosperiert. Folgerichtig fasst der Gemeinderat einen wegweisenden Beschluss: Rumeln-Kaldenhausen soll eine weiterführende Schule erhalten. Eine Erfolgsgeschichte nimmt ihren Lauf.

Inzwischen besuchen seit 50 Jahren Schülergenerationen das Albert-Einstein-Gymnasium. „Am 7. September 1970 war der erste Schultag für über 70 Rumelner Kinder bei zunächst nur zwei Lehrern, dem Schulleiter Heribert Werner und seiner Stellvertreterin Frau Pütz“, berichtet Schulleiter Steffen Jelitto. Zunächst werden Unterrichtsräume in einem Flügel der Marienfeldschule genutzt, auf deren Gelände später auch Container aufgebaut werden. 1975 wird dann das neu gebaute Schulgebäude an der Schulallee bezogen.

Was Projektkurs und Theater-AG jedes Jahr auf die Bühne bringen, ist stets ein Highlight im AEG-Schulleben. Foto: Christoph Reichwein (crei)

Zuvor war das „Neusprachliche Gymnasium Rumeln-Kaldenhausen“ bereits in „Albert-Einstein-Gymnasium“ umbenannt worden. 1979 werden die ersten 28 Abiturienten feierlich entlassen. 1995 geht Schulleiter Werner in den Ruhestand, die Schulleitung übernehmen in den Folgejahren Margot Nohr, Karl-Heinz-Weber und seit 2017 Steffen Jelitto.

Das Rumeln-Kaldenhausener Gymnasium besteht seit 50 Jahren, das Gebäude an der Schulallee wird 1975 bezogen. Foto: AEG

Am Gebäude hat sich vor allem in den vergangenen zwölf Jahren so einiges getan: 2008 wird das Atelier mit Kunst- und Klassenräumen gebaut, 2010 werden die naturwissenschaftlichen Räume erneuert, 2012 die Sporthalle saniert und der MINT-Raum errichtet, und das Gebäude, das bis 2014 nicht nur vom Gymnasium, sondern auch von der Hauptschule genutzt wurde, steht den „Einsteinern“ inzwischen alleine zur Verfügung. Im selben Gebäude ist auch die beliebte Stadtteilbibliothek beheimatet.

Bei der Herbstakademie bekommen Viertklässler einen spannenden Einblick in ihr künftiges Schulleben. Foto: Christoph Reichwein (REI)/Reichwein, Christoph (crei)

Und das ist auch notwendig, denn das AEG ist seit seiner Gründung vor 50 Jahren ständig gewachsen: Inzwischen werden rund 950 Schülerinnen und Schüler von fast 80 Lehrkräften unterrichtet. Im Sommer 2020 absolvieren 118 Einsteiner erfolgreich ihr Abitur, so viele wie noch nie in der Geschichte des AEG. Es gibt also doppelten Grund zur Freude und zum Feiern – natürlich für die Schule, letztlich aber auch für ganz Rumeln-Kaldenhausen.

„Einsteiner“ bei einem Roboter-Wettbewerb. Foto: Christoph Reichwein (crei)/Reichwein, Christoph (crei)

Dass das nicht gebührend gewürdigt werden kann, muss die Verantwortlichen zwangsläufig schmerzen. „Die Feiern müssen coronabedingt leider erst einmal verschoben werden“, so Schulleiter Jelitto. Das Albert-Einstein-Gymnasium genießt einen sehr guten Ruf. Zwischenzeitlich hatten es Kritiker als „Alles-einfach-Gymnasium“ verspottet, aber das macht spätestens seit der Einführung des Zentralabiturs wenig Sinn – falls es überhaupt jemals richtig war.

Die Festschrift aus Anlass des Schuljubiläums. Foto: AEG

Der Förderverein des AEG hat eine Festschrift zum Schuljubiläum herausgegeben. In dieser wird nicht nur zurückgeblickt, sondern auch gezeigt, was das Albert-Einstein-Gymnasium mit seinem MINT-Schwerpunkt und seinem breiten Sprachen- und AG-Angebot heute ausmacht und wie es mit dem AEG in der Zukunft weitergehen könnte.

Nähere Informationen zum Erwerb der Festschrift im Netz unter www.aeg-duisburg.de.