Duisburg: Aktion gegen Taschendiebe

Duisburg: Aktion gegen Taschendiebe

Polizei und DVG werden zwei Wochen lang an vier Standorten die Fahrgäste darüber informieren, wie sie sich davor schützen können, Opfer zu werden.

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) geht ab kommender Woche gemeinsam mit der Polizei Duisburg gegen Taschendiebstahl in Bussen, Bahnen und an Haltestellen vor. Denn überall da, wo viele Menschen zusammenkommen und Gedränge herrscht, finden diese Kriminellen ihre Opfer.

Foto: dvg

Erleichtert wird ihnen ihr mieses Handeln häufig dadurch, dass die rechtmäßigen Besitzer abgelenkt sind, was gerade an Haltestellen und beim Ein- und Aussteigen aus Bahn, Bus oder Zug der Fall ist. Im Rahmen der Polizei-Kampagne "Augen auf - Tasche zu! Gemeinsam gegen Taschendiebstahl" informieren Polizisten und Mitarbeiter der DVG zwei Wochen lang die Fahrgäste an ausgewählten Haltestellen, wie sie sich vor Taschendieben schützen können.

Taschendiebstahl ist in Duisburg ein großes Thema. Im vergangenen Jahr wurden annähernd 2200 Fälle bei der Polizei registriert, rund 200 mehr als im Vorjahr. Wer bestohlen wird, ist oft traumatisiert und hat zudem jede Menge Laufereien, wenn zum Beispiel mit dem geklauten Portemonnaie auch Scheckkarte, Ausweise und andere wichtige Unterlagen verschwunden sind. Diejenigen wird es wenig trösten, dass Taschendiebstahl in anderen Städten wesentlich häufiger vorkommt als bei uns. In Köln beispielsweise greifen die Taschendiebe allein zu Karneval so oft zu wie in Duisburg in einem ganzen Jahr.

"Uns ist es sehr wichtig, dass Fahrgäste sich in unseren Fahrzeugen und an Haltestellen sicher fühlen", erklärt Birgit Adler, Bereichsleiterin Betrieb und Markt bei der DVG. "Dazu gehört auch die Diebstahlprävention."

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Mitarbeiter der Duisburger Verkehrsgesellschaft werden daher an den ausgewählten Haltestellen gezielt Fahrgäste ansprechen, die Wertgegenstände offen mit sich tragen. Kriminalhauptkommissar Ralf Schäfer kennt das Vorgehen der Täter: "Trickdiebe gehen meist in Teams vor und lenken ihre Opfer ab, indem ein Täter die Opfer scheinbar unabsichtlich anrempelt oder etwa nach der Uhrzeit, dem Weg oder Ähnlichem fragt. Der Mittäter nimmt die Geldbörse oder das Handy aus den Taschen der Opfer und verschwindet."

Die Polizei empfiehlt vor allem beim Betreten und Verlassen von Bus und Bahn Wertgegenstände möglichst dicht am Körper zuhalten, um einen direkten Zugriff zu verhindern. Fahrgäste sollten Handtaschen verschließen und mit der Verschlussseite zum Körper unter dem Arm tragen. "Wir empfehlen vor allem im Gedränge beim Ein- und Ausstieg besonders achtsam zu sein", betont Schäfer.

Im Gespräch geben er und seine Kollegen praktische Tipps, wie man sich vor Taschendiebstahl schützen kann. "Die Tricks der Diebe zu kennen und wachsam zu sein ist oft der beste Schutz und die Aufklärung aus polizeilicher Sicht ein wichtiger Baustein, um Taschendiebstähle zu verhindern", weiß Schäfer.

Ein anderer Ratschlag der Polizei ist, nicht alle Wertsachen an einer Stelle mit sich zu führen. Neben einem Portemonnaie mit den größeren Geldbeträgen, Ausweisen und anderen wichtigen Papieren an einer schwer erreichbaren Stelle kann man zum Beispiel eine weitere Geldbörse mit wenig Inhalt bei sich führen, an die der Dieb leichter herankommt.

(RP)