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Duisburg: Ärger um die neue Uni-Bahn

Duisburg : Ärger um die neue Uni-Bahn

Düsseldorf/Duisburg Kurz vor Beginn der Bauarbeiten für die Verlängerung der U 79 in Düsseldorf mehren sich Beschwerden der Bürger. Die einen fürchten ein Verkehrschaos, andere klagen über lange Verspätungen. Die wichtigsten Antworten im Überblick.

Wie verläuft die geplante Verlängerung?

Die U79 soll künftig ab ihrer bisherigen Endhaltestelle "Kaiserslauterner Straße" in Düsseldorf über die Strecke von U 74 und U 77 bis zur Werstener Dorfstraße fahren. Dort schwenkt sie auf die Strecke von 701 und 713 Richtung Innenstadt und biegt am Südpark ab auf die Gleise der 707 und fährt wie diese zur Endhaltestelle "Universität Ost/Botanischer Garten".

Was soll die Verlängerung der U 79 bewirken?

Zurzeit benötigt die Linie 707 vom Hauptbahnhof 20 Minuten bis zur Haltestelle "Universität Ost". Ähnlich lange dauert es von der Heinrich-Heine-Allee, allerdings müssen Rheinbahnkunden unterwegs umsteigen. Die Stadt beziffert den Zeitgewinn für Fahrgäste durch die Verlängerung auf neun Minuten.

Wie realistisch ist dieses Ziel?

Nach dem U 79-Beschluss im städtischen Bauauschuss haben mehrere RP-Leser unserer Redaktion von ihren Erfahrungen mit der Linie berichtet. Übereinstimmend erklären sie, dass die Bahnen aus Duisburg regelmäßig mit deutlichen Verspätungen in Düsseldorf eintreffen.

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Welchen Einfluss auf den Duisburger Teil der Strecke besitzt die Düsseldorfer Rheinbahn?

Streng genommen keine, da dort die Duisburger Verkehrsgesellschaft zuständig ist. Beide Unternehmen tauschten sich aber intensiv aus, erklärt Rheinbahn-Sprecherin Heike Schuster. Beide Unternehmen arbeiteten daran, die Fahrzeiten zu stabilisieren. Derzeit gebe es noch Probleme mit einigen Signalanlagen und Baustellen auf Duisburger Gebiet. Diese sollen aber bis zur Fertigstellung der neuen U 79 im Juni 2010 behoben beziehungsweise beseitigt sein. Außerdem erhielten die Haltestellen "Am Froschenteich" und "Freiligrath Platz" Hochbahnsteige, so dass die Fahrgäste schneller ein-und aussteigen und die Bahnen zügiger weiterfahren könnten.

Warum wird nicht eine Bahn mit weniger Fahrplan-Problemen zur Uni verlängert?

U 74 und U 77 werden für die Verbindung der Innenstadt mit Holthausen und Wersten benötigt, die U 75 bringt Fahrgäste aus dem Zentrum nach Vennhausen und Eller. Die U 78 müsse für die Fahrten zur Messe zeitlich flexibel einsetzbar sein, heißt es bei der Rheinbahn. Damit blieb nur die Verlängerung der U 79.

(RP)