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Duisburg: "Achterbahn" zu besichtigen

Duisburg : "Achterbahn" zu besichtigen

Der Siegerentwurf von Heike Mutter und Ulrich Genth für die Heinrich-Hildebrand-Höhe kann ab sofort auf der Spitze des künstlichen Berges an der Ehinger Straße gemeinsam mit den anderen Einreichungen betrachtet werden.

Wanheim Auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe war gestern morgen richtig viel los. Die Verantwortlichen der Stadt, der "Kulturhauptstadt Ruhr.2010" und die beiden Künstler der geplanten "Landmarke Angerpark", Heike Mutter und Ulrich Genth, waren auf dem "zweithöchstem Berg Duisburgs" zusammengekommen", um die Entwürfe des vorangegangenen internationalen Kunstwettbewerbs (die RP berichtete) vorzustellen. Im Rahmen der Kulturhauptstadt wird die Landmarke aus Geldern des Landes bezahlt. Ab sofort sind in einem Ausstellungs-Container auf der Spitze der Anhöhe bis zum 30. August die eingereichten Entwürfe jeweils zwei Stunden an Wochentagen sowie vier Stunden jeweils samstags und sonntags zu sehen.

Bürgerverein gelobt

Bei der Eröffnung fand Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) Worte des Lobes für das "große Engagement" des Bürgervereins Wanheim-Angerhausen: "Ohne den Einsatz des Bürgervereins würden wir heute so hier nicht stehen. Die Mitglieder haben für die Heinrich-Hildebrand-Höhe Enormes geleistet." Auf dem ehemaligen Gelände der MHD-Deponie habe man es geschafft, ein Beispiel für moderne, attraktive Landschaftsgestaltung zu schaffen. Dies sei vor allem eine Herzensangelegenheit von Stadtdirektor Dr. Peter Greulich gewesen. "Noch gut", so sagte Sauerland, könne er sich an die schwierige Periode in seiner Amtszeit erinnern, als der Metallverarbeitungsbetrieb insolvent und das Ausmaß der Umweltverschmutzung den politisch Verantwortlichen klar wurde. "Deswegen freut es mich, dass hier etwas richtig Tolles und Neues entstanden ist", so der Oberbürgermeister. Gemeinsam mit dem Land habe man es geschafft, das Projekt anzupacken.

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Bewegung im Mittelpunkt

Das I-Tüpfelchen auf dieses Projekt soll jetzt die geplante Landmarke stezen, die sich hier bald in 20 Metern erheben wird und von den Bürgern des Stadtteils jetzt schon liebevoll "Achterbahn" getauft wurde. Schon 2010 sollen Besucher im Rahmen der "Kulturhauptstadt Ruhr.2010" auf die 200 Meter lange, mit 500 LED-Modulen bestückte, Laufbahn steigen können, wie Oliver Scheidt, Geschäftsführer der Kulturhauptstadt gestern sagte. "Von diesem Berg aus kann man das sehen, was das Ruhrgebiet ausmacht. Viel Schönes, grüne Landschaften aber auch Industrie", lobte Scheidt. Vorher muss der Bau des Siegerentwurfes, der den Namen "Tiger & Turtle / Magic Mountain" trägt, jedoch noch ausgeschrieben werden, wie Künstler Ulrich Genth bemerkte.

"Wir wollten mit der Landmarke das Thema der Beschleunigung in den Vordergrund stellen. In der heutigen Zeit geht es nicht mehr darum, ständig nach vorne zu bauen, sondern vielmehr darum, die vorhandenen Ressourcen zu nutzen", so Genth, der in einem Atelier auf dem HKM-Gelände arbeitet.

(RP)