Duisburg: A59 wird ab 2023 ausgebaut

Duisburg: A59 wird ab 2023 ausgebaut

Die Duisburger Stadtautobahn wird sechsspurig. Alle bestehenden Brückenbauwerke zwischen den Autobahnkreuzen Duisburg und Duisburg Nord werden abgerissen. Auch eine Tunnellösung ist im Gespräch.

Der Landesdienst Straßen.NRW hat am Donnerstag im Rahmen einer Bürgerbeteiligung im Landschaftspark Duisburg-Nord erste Details zum geplanten Ausbau der A59 bekanntgegeben. Demnach soll der Autobahnabschnitt zwischen dem Kreuz Duisburg und der Anschlussstelle Marxloh ab 2023 in mehreren Teilabschnitten sechsspurig ausgebaut werden.

Die Straßen.NRW-Projektleiterinnen Anne Höckber (l.) und Annegret Schaber bei der Vorstellung der Pläne. Foto: Tim Harpers

Der Landesdienst ist derzeit noch in einer frühen Phase der Planung. Bis Ende 2018 soll im Austausch mit Anwohnern, Experten und Ingenieuren zunächst die künftige Streckenführung erarbeitet werden. "Klar ist bisher nur, dass sie ein wenig anders aussehen wird als früher", sagt Anne Höckber, Verantwortliche für das Projekt A59 bei Straßen.NRW. "Alle bestehenden Brückenbauwerke halten der heutigen Verkehrsbelastung nicht mehr stand und müssen nach aktuellen statischen Berechnungen bis 2029 abgerissen werden." Da die Neubauten mit einer zusätzlichen Fahrspur mindestens fünf Meter breiter würden als die bestehenden Brücken, sei eine Veränderung der Streckenführung alternativlos. "Wie genau die Lösungen dafür aussehen können, wollen wir hier heute mit den Bürgern erörtern", sagt Annegret Schaber, die als Brückenbauingenieurin bei Straßen.NRW künftig unter anderem für den Neubau der Berliner Brücke zuständig sein wird. "Wir stellen heute einige Alternativen für die Streckenführung vor. Bis Ende 2018 soll dann eine Entscheidung fallen. Danach machen wir uns an einen Vorentwurf und an das Planfeststellungsverfahren."

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Laut Straßen.NRW hat der Bund das Projekt mit einer Summe von 322 Millionen Euro Investitionsvolumen in den Bedarfsplan eingestellt - ein Betrag, der zumindest für einige der vorgestellten Varianten zu niedrig angesetzt sein dürfte. Einige der Entwürfe sehen zum Beispiel eine Tunnellösung vor. Demnach würde der Verkehr in Fahrtrichtung Norden hinter der Berliner Brücke unter die Erde und erst kurz vor dem Kreuz Duisburg Nord wieder an die Oberfläche geführt werden. "Eine Lösung, die diverse städtebauliche Vorteile mit sich bringen würde", sagt Anne Höcker. "Nur wäre sie auch mit am teuersten." Alle anderen vorgestellten Streckenvarianten sehen den Neubau aller bisherigen Brückenbauwerke vor - etwas breiter und einige Meter nach rechts oder nach links versetzt. Geht es nach Straßen.NRW ist im Jahr 2023 Baubeginn. Wann die Maßnahmen abgeschlossen sein werden, hängt von der festgelegten Streckenführung ab. "Aber mit ziemlicher Sicherheit nicht vor 2030", sagt Schaber.

Die Baumaßnahmen sollen in jedem Fall bei laufendem Betrieb erfolgen. "Das ist die Voraussetzung, sagt Projektleiterin Höckber. "Wir wollen die A59 während der Umbauphase zu jeder Zeit befahrbar halten. Das sei vor allem vor dem Hintergrund wichtig, dass sich zeitliche Überschneidungen mit anderen Autobahn-Großprojekten wie dem Umbau des Kreuzes Kaiserberg und dem Neubau der Autobahnbrücke Neuenkamp nicht vermeiden lassen würden. "Wir sind da aber in enger Abstimmung mit den anderen Projektverantwortlichen", sagt Höckber. "Wenn es doch zu Sperrungen kommen muss, werden wir das so koordinieren, dass es möglichst nicht zu einem Verkehrskollaps kommt."

(th)
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