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Autobahn in Duisburg wird dreispurig: A59 ab Freitagabend wieder gesperrt

Autobahn in Duisburg wird dreispurig : A59 ab Freitagabend wieder gesperrt

Wenn Baustellen den Verkehr aufhalten, ist das ärgerlich, vielfach aber unvermeidlich. Bei wichtigen Verbindungen wie der A59, dem Brückenzug in Ruhrort, der Koloniestraße oder der Karl-Lehr-Straße wird monatelang gebaut.

Unterhalb des Hauptbahnhofs ist die A59 inzwischen dreispurig ausgebaut. Autofahrer können aber nur zwei nutzen, weil die dritte gesperrt ist — und auch gesperrt bleibt. "Das geschieht aus Sicherheitsgründen. Im Moment müssten die Fahrspuren sonst wieder auf zwei Streifen verengt werden, und das wäre eine unnötige Gefahrenstelle", sagt Norbert Cleve, Sprecher vom Landesbetrieb Straßen.NRW.

Am Wochenende soll in Duisburg eine Stahlbrücke und Lärmschutzwände montiert werden. Die Autobahn ist deshalb von Freitag an, ab 20 Uhr, in Fahrtrichtung Düsseldorf und ab 21 Uhr in Fahrtrichtung Dinslaken, gesperrt. Erst am Sonntag um 15 Uhr sollen die Sperrungen wieder aufgehoben werden. Bis dahin ist die A59 in Richtung Düsseldorf vom Kreuz Duisburg bis zum Anschluss Duisburg-Wanheimerort und in Richtung Dinslaken vom Anschluss Duisburg-Wanheimerort bis zum Anschluss Duisburg-Duissern gesperrt.

Ist Ende des Jahres schließlich der dreispurigen Ausbaus beendet, wird auch die dritte Spur unterhalb des Hauptbahnhofs freigegeben. Ab Mai 2014 geht es dann mit dem Ausbau der Berliner Brücke weiter.

An den großen Baustellen im innerstädtischen Verkehr sieht man bei der Stadt wenig Handlungsbedarf. "Im Vergleich zu anderen Großstädten verläuft in Duisburg der Verkehr recht reibungslos", heißt es aus dem Stadtentwicklungsdezernat auf Anfrage unserer Zeitung. Duisburg verfüge über eines der dichtesten Autobahnnetze auf dem Stadtgebiet. "Wer darauf ausweicht, kann manche innerstädtische Baustelle einfach umgehen", lautet der Ratschlag.

Die Duisburger werfen den städtischen Fachleuten häufiger verkehrsplanerische Ignoranz vor. Einige Beispiele:

Karl-Lehr-Straße Hier wird moniert, dass für den Bau des Mahnmals die wichtige Verbindung von und in Richtung Neudorf und Mülheim monatelang gesperrt wurde. Nur bei den Vorbereitungen sei der Verkehr noch mit Hilfe einer Bedarfsampel geflossen. Die Stadt verweist bei dem Bau auf den "besonderen Zeitdruck" und die Erweiterung des Tunnels. Die dafür nötigen Gerüste hätten die gesamte Fahrbahnfläche blockiert. Die notwendigen Sperrungen seien mit den Arbeiten an der Koloniestraße koordiniert worden, so dass es nie zu Parallelsperrungen gekommen sei.

Koloniestraße Hier wird bemängelt, dass bereits seit Wochen von Neudorf kommend vier Fahrspuren fertig, aber nicht nutzbar sind. Dort würden Baumaterialien gelagert und stünden Warnbaken auf der Fahrbahn. Erst die Hälfte der späteren Brückenbauwerke sei hier fertiggestellt, erklärte die Stadt. "Dass in solchen komplexen Baumaßnahmen, die weitestgehend unter Verkehr gebaut werden, Lager- und Sicherheitsflächen benötigt werden, sollte nachvollziehbar sein", heißt es dagegen wörtlich aus dem Dezernat. Im Übrigen sei die Baustelle im Zeitsoll und werde voraussichtlich zum Jahresende fertig.

Ruhrorter Brückenzug "Keine andere Großstadt ließe sich ein solches ewig-währendes Bauwerk gefallen", kritisierte RP-Leser Heinz-Dieter Peters. Die Stadt kontert, auch hier verliefen die Verkehre angesichts der Enge im Baubereich "relativ problemlos". Die Infrastruktur würde ja gerade mit Blick auf die zukünftigen Verkehre ausgebaut. Für den Bau habe man extra eine provisorische Brücke mit zwei Fahrspuren erstellt, die zusätzlich noch die Straßenbahn aufnehmen müsse.

Den Leser-Hinweis auf die Fertigstellung des ersten Bauabschnittes im Jahr 2014 / 2015 ließ die Stadt unkommentiert. Ein Zeitplan für den anschließenden zweiten Bauabschnitt gibt es noch nicht.

Bahnhofsplatz / Mercatorstraße Während des Umbaus der Mercatorstraße beziehungsweise während des Baus der geplanten neuen Hauptverwaltung von Multi Development soll möglicherweise ein Teil des Verkehrs über die Platte geführt werden. Ob es hier statische Probleme geben könnte, wollen viele Duisburger wissen. Alles in Ordnung, sagt die Stadt. Die Planungen zur Gestaltung des Bahnhofsplatzes hätten von vornherein die Möglichkeit einbezogen, während der Baumaßnahme in der Mercatorstraße Verkehr aufzunehmen. Ob dies überhaupt notwendig sein wird, werde erst in den weiteren Planungen festgelegt.

(RP)