A 524-Brücke in Duisburg: Nach der Baustelle ist vor der Baustelle

A 524-Brücke : Nach der Baustelle ist vor der Baustelle

Die Sanierungen der Brücke Zur Kaffeehött auf und unter der A 524 sollen im Juli abgeschlossen sein. Dann wird auch die fehlende Lärmschutzwand aufgestellt. Die Baustelle wandert dann in Richtung Breitscheid.

23 Großbaustellen wird es in den kommenden zwei Jahren auf den Autobahnen im Ruhrgebiet geben. Zwei Großbaustellen gibt es derzeit allein im Duisburger Süden auf einer Strecke von nur rund sechs Kilometern: Die Sanierung der Brücke Zur Kaffeehött mit der Aufstellung der fehlenden Lärmschutzwand auf der A 524 und der Ausbau der B 288 zur A 524 vom Kreuz Duisburg-Süd bis zur Anschlussstelle Huckingen. Und das ist lange nicht das Ende: Schon nach der Sanierung der Brücke Zur Kaffeehött beginnt Mitte 2019 die Sanierung der Fahrbahn zwischen Duisburg-Rahm und dem Kreuz Breitscheid auf der A 524. Hinzu kommt noch die Fahrbahnsanierung der A 59 von Großenbaum in Richtung Kreuz Duisburg.

Seit 1997 überwacht Frank Mölder von Straßen NRW die Arbeiten auf den Autobahnen im Duisburger Süden. „Angefangen habe ich mit dem Ausbau der B 8n, dann kam das Kreuz Duisburg-Süd und aktuell pendele ich zwischen den beiden Bauabschnitten Huckingen und Rahm.“ Zusammen mit Mario Korte, dem Leiter der Straßenbauabteilung bei Straßen NRW, ist er auf dem gesperrten Bereich der A 524 in Höhe der Anschlussstelle Rahm unterwegs. Seit dem 6. April ist die Ausfahrt Duisburg-Rahm gesperrt. An der Brücke Zur Kaffeehött arbeitet Straßen NRW allerdings schon seit über einem Jahr. „Wir sind hier bei den Berechnungen und Überprüfungen auf weit mehr Schäden gestoßen, als wir im Vorfeld erwartet hatten“, sagt Mario Korte. „Das größte Problem war dabei die Bausubstanz der Brücke. Die Stahlstreben im Inneren waren vereinfacht ausgedrückt verrostet, dadurch ist der Beton in Mitleidenschaft geraten.“ In vielen Bereichen haben sich so Hohlräume gebildet. „Erst als der Beton weggekloppt wurde, konnten wir das ganze Ausmaß erkennen“, so Korte weiter. „So musste natürlich viel mehr gemacht werden.“

Mario Korte (links) und Frank Mölder von Straßen NRW kontrollieren die Arbeiten auf der Autobahnbrücke. Foto: Michael Dahlke

Mittlerweile sind die Arbeiten, die zu Baubeginn mit rund einer Millionen Euro veranschlagt wurden, an der Brücke unter der Autobahn so gut wie abgeschlossen. „Die Fahrbahn in Richtung Krefeld ist fertig und auch die Stahlkonstruktion auf dem Mittelstreifen zwischen den Fahrbahnen ist aufgestellt“, sagt Frank Mölder. „Aktuell sind wir damit beschäftigt, die Brückenkappe zu betonieren. Dort wird dann am Ende der Baumaßnahme die sechs Meter hohe Lärmschutzwand aufgestellt.“ Und gerade darauf warten die Anwohner sehnsüchtig. Denn durch die Brückenbeschaffenheit konnte dort bisher keine Lärmschutzwand errichtet werden.

Nach der Fahrbahn- und Brückensanierung und dem Einsetzen eines beweglichen Übergangs zwischen Fahrbahn und Brücke wird im Juli die Lärmschutzwand fertiggestellt. „Wenn die Streben aufgestellt sind, werden nur noch die Wände eingehängt“, sagt Frank Mölder. „Wir erwarten in diesem Bereich jetzt auch keine großen Überraschungen mehr“, sagt Mario Korte, der seit 2016 Leiter der Straßenbauabteilung ist. „Wir sollten also den Zeitplan bis Juli auch mit ein paar Regentagen einhalten können.“ Ab Juli ist es dann also vorbei mit der freien Sicht auf den Rahmer Zwiebelturm.

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