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Duisburg: 900 Euro Geldstrafe für Ohrfeige

Duisburg : 900 Euro Geldstrafe für Ohrfeige

Bordell-Türsteher schlug einem Lehrer ins Gesicht.

Warum der Ausflug einer Gruppe Lehrer aus Westfalen am 13. August 2016 in einem Bordell an der Vulkanstraße endete, konnte auch an vier Verhandlungstagen vor dem Amtsgericht Duisburg letztlich nicht völlig aufgeklärt werden. Fest stand zur Überzeugung der verantwortlichen Strafrichterin am Ende der Verhandlung nur, dass ein 37-jähriger Türsteher aus Essen einem der Pädagogen eine Ohrfeige verpasst hatte. Für die Körperverletzung muss er nun 900 Euro Geldstrafe (30 Tagessätze zu je 30 Euro) zahlen.

Offenbar hatte der erheblich alkoholisierte geschädigte Lehrer zuvor an einem Bankautomaten in der Eingangshalle des Rotlicht-Etablissements an der Vulkanstraße randaliert, weil das Gerät kein Geld ausspucken wollte. Unklar war, ob der Mann den Automaten aber vielleicht auch nur nicht mehr korrekt bedienen können.

Der Angeklagte hatte die Tat bis zuletzt bestritten. Er gab nur zu, den Zeugen von dem Gerät weggeschubst zu haben, bevor der den Automaten ruinierte. Ein weiterer Türsteher, ein Duisburger (37), wurde freigesprochen. Das Gericht fand keine ausreichenden Beweise, dass er bei dem Vorfall überhaupt dabei war.

Dass die Zeugenaussagen, wie die Verteidigung bemängelte, zum Teil erheblich voneinander abwichen, begründete die Strafrichterin in ihrer Urteilsbegründung sehr einleuchtend: "Das lag am unterschiedlichen Alkoholisierungsgrad und an der unterschiedlichen Scheu zu erklären, warum die Herren im Bordell waren."

(RP)