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4000 Masken für die KInderstation des Herzzentrums Duisburg-Meiderich

Herzzentrum in Duisburg-Meiderich : Schutz für kleine Risikopatienten

Bora Erdogan und Sebastian Clasen spenden 4000 Masken für die Kinderstation des Herzzentrums. Die Schutzmaßnahmen während der Corona-Pandemie sind dort besonders wichtig. Alle Aufgenommenen werden getestet. Bisher gab es noch keinen Covid-19-Fall.

Das Geschehen auf der Kinderstation des Herzzentrums in Meiderich ist für alle Beteiligten eine Herausforderung: für die kleinen Patienten, ihre Eltern und Angehörigen, für Ärzte und Pflegekräfte. Das gilt erst recht in Corona-Zeiten. „Wir haben auch früher schon die Mutter von Zweijährigen, die bei uns behandelt werden, hier stationär mit aufgenommen. Aber seit dem Aufkommen der Corona-Pandemie können auch die Mütter zwischendurch nicht mal schnell eben nach Hause, um etwa noch benötigte Sachen zu holen“, berichtet Oberärztin Dr. Katja Alexandra Pauli.

Abstriche für Corona-Tests sind für alle Aufgenommenen obligatorisch, und das Tragen der Masken gehört auch auf der Kinderstation längst zum Alltag für Personal und Besucher. Auch wenn es wissenschaftlich (noch) nicht eindeutig belegt ist, sagt Dr. Michael Scheid, Leitender Arzt für Kinderherzchirurgie des Meidericher Krankenhauses: „Alle, die hier behandelt werden, sind Risikofälle.“ Und daher ist Vorsicht oberstes Gebot, Infektionen müssen unbedingt vermieden werden.

Am Herzzentrum gibt es eine Kinderintensivstation mit acht und eine Normalstation mit 16 Betten. Häufig geht es bei den kleinen Patienten um angeborene Herzfehler. „Da ist alles dabei: vom Trennwanddefekt bis zum Einkammerherz“, so Scheid. Bisher, berichten Pauli und Scheid, sei alles gut gegangen: Auf der Kinderstation hat es noch keinen Covid-19-Fall gegeben. Und damit das auch so bleibt, müssen Angehörige und etwaige Besucher auf jeden Fall eine Maske tragen. Davon gibt es am Herzzentrum nun seit Mittwoch 4000 mehr: Die Unternehmer Bora Erdogan und Sebastian Clasen, die sonst eigentlich in anderen Branchen unterwegs sind, in diesen Wochen aber auch mit Atemmasken in großem Stil handeln, haben 4000 Exemplare für die Kinderstation gespendet. „Wir wollen, dass gerade Kinder geschützt sind und haben insgesamt 10.000 Masken gespendet“, erklären die beiden Geschäftsleute. Ein Teil ging an die Organisation „Kind im Krankenhaus“ (KiK) am Helios Klinikum St. Johannes in Hamborn, ein anderer an die Jugendeinrichtung „Blaues Haus“ in Hochfeld und eben auch an das Herzzentrum.

Dr. Michael Scheid findet die Pandemiemaßnahmen in Deutschland richtig: „Wir hatten immer genug Intensivbetten frei, das ist auch Maßnahmen wie dem Maske-Tragen zu verdanken. Zustände wie in Italien oder den USA mussten wir deshalb zum Glück nicht erleben.“ Dr. Katja Alexandra Pauli glaubt, dass auch die Angehörigen der herzkanken Kinder das so sehen: „Wir erklären immer, dass das nun mal im Moment die Regeln sind. Und dann halten sich auch alle daran.“

(mtm)