Duisburg: 40 gute Gründe für den Hafenstadtteil

Duisburg: 40 gute Gründe für den Hafenstadtteil

Die städtischen Touristiker von Duisburg-Kontor sowie Vertreter des Bürgervereins und des Kreativquartiers stellten gestern eine neuentwickelte Ruhrort-Karte mit Sehenswürdigkeiten, Kulturorten und Gastronomiebetrieben vor.

Die städtischen Touristiker von Duisburg-Kontor sowie Vertreter des Bürgervereins und des Kreativquartiers stellten am Mittwoch eine neuentwickelte Ruhrort-Karte mit Sehenswürdigkeiten, Kulturorten und Gastronomiebetrieben vor.

Als "Stadt von Feuer und Wasser" wird Duisburg seit zwei Jahren von den städtischen Touristikern vermarktet. Und dabei spielt Ruhrort eine Hauptrolle, wie Peter Joppa, Chef der Duisburg Kontor GmbH gestern versicherte. "Als Hafenstadtteil gehört Ruhrort zu den wichtigsten nationalen wie auch internationalen Identifikationspunkten unserer Stadt", so Joppa. Spätestens seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010, als Ruhrort zum "Hafen der Kulturhauptstadt" erkoren wurde, ist der Stadtteil kein Geheimtipp mehr. Jetzt, kurz vor Beginn der Osterferien, sei ein guter Zeitpunkt eine neue touristische Ruhrortkarte herauszubringen. In den Räumlichkeiten der Firma DU Tours (Am Leinpfad/ Dammstraße 1), wo die sonntäglichen Schimmi-Touren starten, wurde diese Karte gestern vorgestellt.

Besuchern soll unter anderem die Schifferbörse, der Leinpfad und das Binnenschifffahrtsmuseum näher gebracht werden. Foto: Christoph Reichwein

Peter Joppa und Kai U. Homann, Geschäftsbereichsleiter Tourismus bei Duisburg-Kontor, hoben dabei als Besonderheit hervor, dass an der Entwicklung der Karte "Ruhrorter Partner" intensiv beteiligt waren. So wirkten Vertreter des Ruhrorter Bürgervereins, Heiner Heseding vom Kreativquartier, Dagmar Dahmen mit ihrer Agentur DU Tours und die Firma Haniel, die Ruhrort prägt, an der Auflistung jener 40 "Hotspots" mit, die mögliche Anlaufstellen für Ruhrorter und Ruhrort-Besucher sein können. Man hätte natürlich noch mehr interessante Punkte in Ruhrort finden können, aber man habe einen Kompromiss zwischen Vollständigkeit und Übersichtlichkeit finden müssen.

In der Agenda finden sich die Kategorien 1. Museen (gemeint ist das alles überstrahlende, international bedeutsame Museum der Deutschen Binnenschifffahrt, und das seit relativ kurzer Zeit in Ruhrort beheimatete Radiomuseum), 2. Sehenswürdigkeiten, 3. Kulturstätten und 4. Gastronomie. Naturgemäß gibt es bei den Museen nur zwei "Treffer", umso mehr wird man bei den Sehenswürdigkeiten (18), bei der Kultur (10) und der Gastronomie (10) fündig. Die Karte bietet sich an, um auf eigene Faust, Ruhrort zu erkunden. Das Besondere an dem Stadtteil ist, dass er so verwinkelt und für Ortskundige verwirrend ist, obwohl man, verläuft man sich nicht, recht schnell von einem Ort zum anderen kommen kann.

Foto: Christoph Reichwein
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Duisburger, die nicht in Ruhrort wohnen und sich dort nur einigermaßen auskennen, können die Karte nutzen, um von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu spazieren. Hier eine kleine Auswahl von Orten, die allesamt in fußläufiger Entfernung zu erreichen sind: Flaggenmast an der Mühlenweide, die bewohnten Brückentürme, die Vinckesäule, das "Blaue Büdchen", die Fotogalerie draußen am Leinpfad oder das vom Künstler Thomas Baumgärtel gestaltete Bananenhaus an der Karlstraße.

Auf der Rückseite der Karte gibt es kurze Texte und entsprechende Fotos zu besonderen Highlights im Stadtteil: Schifferbörse, Hafenrundfahrten, Schifffahrtsmuseum... Geplant ist, dass in die Karte aktuelle Blätter mit Infos über bevorstehende Veranstaltungen (Schimmi-Touren, Hofkonzerte, Ausstellungen, lebendiger Adventskalender usw.) eingelegt werden.

Die kurzen Texte auf der Tourismuskarte gibt es auf Deutsch und Englisch. Letzteres erscheint wichtig, weil Ruhrort immer mehr von auswärtigen Gästen angesteuert wird. So legen pro Jahr etwa 250 Kreuzfahrtschiffe in Ruhrort an, bei denen häufig englischsprachige Touristen mit an Bord sind. Demnächst sollen in Ruhrort auch zusätzliche Informationstafeln mit touristischen Hinweisen aufgestellt werden. Ab der kommenden Woche gibt es die touristische Karte Ruhrort kostenlos im Infozentrum des Gemeindehauses Ruhrort an der Dr.-Hammacher-Straße 4-6, jeden Sonntag von 12 bis 17 Uhr bei DU Tours, bei der Tourist-Information auf der Königstraße 86 (Innenstadt), an den Schiffsanlegestellen sowie an anderen "Hotspot"-Orten in Ruhrort.

Karte zum Download unter www.duisburg-tourismus.de

(pk)
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