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Tempo-20-Zone in Duisburg: 388 Temposünder innerhalb von zwei Stunden

Tempo-20-Zone in Duisburg : 388 Temposünder innerhalb von zwei Stunden

Der "Blitzer" auf der Steinschen Gasse hat der Stadt schon mit seinem bisher einzigen Einsatz am Montag vergangener Woche vermutlich eine Menge Geld in die Kasse gespült.

Die vom Ordnungsamt der Stadt durchgeführte Geschwindigkeitsmessung (im Bereich der Einfahrt zum Parkhaus der Königsgalerie) hat die meisten Autofahrer eindeutig überrascht, die schneller als die erlaubten 20 Stundenkilometer fuhren.

Wie die Stadt auf Anfrage mitteilte, wurden an diesem Vormittag insgesamt 388 Ordnungswidrigkeiten- und Verwarngeldverfahren aufgrund von Geschwindigkeitsüberschreitungen eingeleitet. Geblitzt wurde zwei Stunden lang in beide Fahrtrichtungen. Richtung Burgplatz fuhren 292 Pkw an dem Messbereich vorbei, von denen 211 schneller als die erlaubten 20 Stundenkilometer fuhren.

In Richtung Marientor/Hochfeld überschritten von 340 registrierten Fahrern 177 die derzeit zulässige Höchstgeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde. Der zahlenmäßige Unteschied dürfte dadurch zustande kommen, dass viele Autofahrer von der Schwanenstraße nach rechts in die Steinsche Gasse abbiegen, direkt vor einer roten Ampel landen und dann beim Anfahren den nachfolgenden Verkehr, der aus Richtung Rathaus kommt, verlangsamen.

Laut Falko Firlus, Sprecher der Stadt, ist in Zukunft mit weiteren Messungen zu rechnen. "Die derzeitige Fahrbahnverengung macht ein Herunterbremsen auf 20 Stundenkilometer nötig", behauptet er. Die Kontrollen dienten dem Schutz von Fußgängern und Radfahrern, so Firlus. Nur bei einem Anhalteweg von maximal zehn Metern, der bei Einhaltung des zulässigen Tempos gewährleistet sei, könne man Radler und Passanten schützen. Wer in dem Bereich zu schnell unterwegs ist, riskiere aufgrund der von Bauarbeiten beengten Situation außerdem eine Kollision mit einem Auto, das auf der Nebenspur fährt.

Allerdings: Auf der stadtauswärts führenden Seite der Steinschen Gasse gibt es wegen der Baustellenzäune, die an die Fahrbahn grenzen, zurzeit so gut wie keine Fußgänger noch Radfahrer. Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es für diese schwächeren Verkehrsteilnehmer einen breiten, gut ausgebauten Fuß- und Radweg. Unfälle auf der Steinschen Gasse zwischen Schwanenstraße und Friedrich-Wilhlem-Platz sind selten, und wenn, dann weil Autos zusammengestoßen sind, deren Fahrer nicht auf den Vordermann geachtet haben.

(spie)