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Düsseldorfer Heimatverein: Zwölf Bewerber für neuen Jonges-Vorstand

Düsseldorfer Heimatverein : Zwölf Bewerber für neuen Jonges-Vorstand

Bei den Düsseldorfer Jonges ist wieder Ruhe eingekehrt. Der neue amtierende Vorstand mit Wolfgang Rolshoven und Dietmar Schönhoff hat sich an die Arbeit gemacht, und ist derzeit dabei, den Scherbenhaufen nach dem Rücktritt und den gegenseitigen Beschuldigungen der Vorgänger zu beseitigen.

Eine der ersten Amtshandlungen: Ein Arbeitskreis wurde eingesetzt, der sich mit den Neuwahlen und Vorschlägen für die künftige Jonges-Spitze beschäftigt. Zu diesem Kreis gehört u.a. das langjährige Vorstandsmitglied Ernst Meuser, der - obwohl schon über 80 - immer sehr aktiv im Vereinsleben ist und als das Langzeitgedächtnis der Jonges gilt. Auch Gregor Keweloh, Baas der ältesten Tischgemeinschaft "2. Löschzug", macht im Arbeitskreis mit. Ferner der langjährige Vize-Baas Franz Josef Siepenkothen und der ehemalige Geschäftsführer Dieter Kührlings. Keweloh: "Transparenz ist uns jetzt ganz wichtig Es wird alles offen besprochen."

Vor allem mangelnde Transparenz war dem alten, im Frühjahr zurückgetretenen Vorstand vorgeworfen. Die Tischbaase hatten mehrfach bemängelt, nicht ausreichend informiert zu werden. Der Termin für die notwendig gewordenen Neuwahlen steht schon fest: Der 14. November 2012. Derzeit sichtet der Arbeitskreis erste Vorschläge für den künftigen Vorstand. Jeder der 2685 Mitglieder könnte sich zur Wahl stellen.

Dazu wird es nicht kommen. Tatsächlich haben sich schon zwölf Mitglieder des Heimatvereins als ernsthafte Kandidaten beworben. Die Namen werden geheim gehalten. Die Jonges waren nach innerem Zwist, der schon Jahre schwelte, im April in eine tiefe Führungskrise gestürzt. Zuerst waren vier Mitglieder des siebenköpfigen Vorstandes zurückgetreten, wenige Wochen späte die drei anderen ebenfalls. Hintergrund: Es hatte in der Führungs-Crew erheblichen Widerstand gegen Jonges-Baas Detlef Parr gegeben, dem man selbstherrliches und autoritäres Verhalten im Vorstand vorwarf. Parr wies das zurück. Am Ende war er nicht zu halten, und es gilt als sicher, dass er auf keinen Fall für den neuen Vorstand kandidieren wird.

Nach heutiger Einschätzung ist völlig offen, wer nach der Wahl auf dem Baas-Sessel der Jonges Platz nehmen wird.

(wber)