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Blitzer-Marathon: Zwischenbilanz: Viele Düsseldorfer fahren zu schnell

Blitzer-Marathon : Zwischenbilanz: Viele Düsseldorfer fahren zu schnell

Nach den ersten sieben Stunden der in ganz NRW durchgeführten 24-Stunden-Blitz-Aktion kann die Düsseldorfer Polizei erste Erfolge vermelden. Auf den Autobahnen rund um Düsseldorf und in der Stadt gingen den Beamten etwa 550 Temposünder ins Netz. Den Geschwindigkeitsrekord hält ein 48-jähriger Düsseldorfer, der mit 94 statt 50 Stundenkilometern auf der Toulouser Allee unterwegs war.

Insgesamt erteilte die Polizei in Düsseldorf 139 Verwarngelder und zwei Fahrverbote. Auf den Autobahnen rund um Düsseldorf mussten 398 Autofahrer ein Verwarngeld zahlen. Erst einmal auf ihren Wagen verzichten müssen elf Temposünder.

Nach Angaben der Polizei seien viele Autofahrer bis zu 20 Stundenkilometer zu schnell unterwegs. "Viele sehen das aber nicht als schlimm an. Sie denken, 20 Stundenkilometer zu viel, wären in Ordnung", so ein Polizeisprecher.

Martin Vonstein, Leiter der Verkehrsdirektion, betonte die Wichtigkeit des 24-Stunden-Blitz-Marathons: "Vielen fehlt scheinbar das Unrechtsbewusstsein für die Nichteinhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkungen. Die mit dem Schnellfahren verbundenen Gefahren - insbesondere für Fußgänger und Radfahrer - werden völlig ausgeblendet." Mit der Blitz-Aktion wolle es die Polizei schaffen, ein Umdenken zu erwirken.

Ludger Walther, Leiter der Verkehrssicherheit der Polizei Düsseldorf war am Freitagmorgen, 10. Februar, schon früh mit seinem Team unterwegs, um die Geschwindigkeit der Autofahrer in der Stadt zu kontrollieren. Gegen 4 Uhr machten sich insgesamt vier Teams mit Lasermessgeräten und ein Team mit Radarpistolen auf den Weg. "Wir haben im Durchschnitt einen Autofahrer pro Kontrolle angehalten", sagte Walther. Am Nachmittag und am Abend sind ebenfalls fünf Teams im gesamten Stadtgebiet unterwegs, um die Autofahrer zu kontrollieren.

(ahem)