BKK-Korruptionsskandal:: Zwei Jahre Haft für BKK-Vorstandsreferent

BKK-Korruptionsskandal:: Zwei Jahre Haft für BKK-Vorstandsreferent

Düsseldorf (dpa). Im Korruptionsskandal bei Betriebskrankenkassen im Rheinland ist ein ehemaliger Vorstandsreferent der BKK Düsseldorf zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann sei ein "loyaler Mittäter" seiner Chefs gewesen, urteilte das Amtsgericht am Donnerstag in Düsseldorf. Da der 48- Jährige geständig und nicht vorbestraft war, setzte das Gericht die Strafe zur Bewährung aus. Er hatte rund 67 500 Euro Bestechungsgeld kassiert und einen Schaden von 600 000 Euro mitverursacht.

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p class="text"><P>Düsseldorf (dpa). Im Korruptionsskandal bei Betriebskrankenkassen im Rheinland ist ein ehemaliger Vorstandsreferent der BKK Düsseldorf zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann sei ein "loyaler Mittäter" seiner Chefs gewesen, urteilte das Amtsgericht am Donnerstag in Düsseldorf. Da der 48- Jährige geständig und nicht vorbestraft war, setzte das Gericht die Strafe zur Bewährung aus. Er hatte rund 67 500 Euro Bestechungsgeld kassiert und einen Schaden von 600 000 Euro mitverursacht.

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p class="text">Der 48-Jährige hatte an der Veruntreuung der Gelder der Krankenversicherten mitgewirkt indem er Scheinrechnungen ausstellte und Scheinaufträge erteilte. Er wurde wegen Untreue, Beihilfe zur Untreue, Vorteilsannahme und Bestechlichkeit verurteilt. Durch die Machenschaften der Täter war ein Schaden in Höhe von insgesamt 1,3 Millionen Euro entstanden. Die städtische BKK Düsseldorf war danach ruiniert und wurde aufgelöst.

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p class="text">Die Betriebskrankenkassen "Düsseldorf" und "Rheinmetall" beglichen falsche und überhöhte Rechnungen anstandslos. Im Gegenzug erhielten die BKK-Vorstandschefs regelmäßig Bestechungsgelder. Sie waren bereits Ende vergangenen Jahres vom Landgericht Düsseldorf zu Haftstrafen zwischen vier und knapp fünf Jahren verurteilt worden. Der ebenfalls involvierte Leiter eines Abrechnungszentrums erhielt dreieinhalb Jahre Haft.

Weil die korrupten Gesundheitsmanager sich gegenseitig misstrauten, hatten sie die Ausplünderung der Krankenkassen schriftlich geregelt. Dieser Vertrag war den Ermittlern in die Hände gefallen.

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