Düsseldorf: Zum Abschied: Die Satire lebt, die Hauptakteure treten ab

Düsseldorf : Zum Abschied: Die Satire lebt, die Hauptakteure treten ab

Den ganzen Morgen waren Jacques Tilly und seine Crew damit beschäftigt, das Werk der vergangenen Monate zu zerstören: Stück für Stück nahmen sie gestern die Mottowagen des Rosenmontagszugs auseinander. Traditionell kommen immer am Veilchendienstag die politischen Wagen auf den Müll. "Das gehört nun mal dazu", sagt Tilly und lacht.

Während die dreidimensionalen Karikaturen bereits Geschichte sind, läuft der Motor der öffentlichen Empörung erst richtig an. Bereits während des Zochs hatten viele Zuschauer Fotos der Wagen im Internet verbreitet, besonders viele Nutzer diskutierten am Abend bei Twitter die Mottowagen. Zudem griffen alle relevanten Medien im Rheinland Tillys Ideen für den Rosenmontagszug auf.

Alles vorbei. Die Mottowagen von Jacques Tilly (r.) auf dem Weg zur Verschrottung. Foto: Andreas Endermann

Mit Tränen in den Augen des Prinzen ging dann um 19.27 Uhr der Karneval in Düsseldorf zu Ende. Nachdem sich zuerst CC-Präsident Michael Laumen und Oberbürgermeister Thomas Geisel an die närrischen Korps gewandt hatten, sollte auch Christian III. vom Balkon des Rathauses seine letzte Rede als Prinz halten. Und überraschte mit der wohl kürzesten Rede der Session: "Danke Euch allen."

Während dem Gerührten ein Taschentuch gereicht wurde, dankte Venetia Alina, allen Ehrenamtlichen für ihr großes Engagement. Und auch OB Geisel hatte zu danken - den Sicherheitskräften, die für den schadlosen Ablauf der Session gesorgt hatten. Nachdem Prinz und Venetia ihre Insignien ab- und dem OB den goldenen Rathausschlüssel zurückgegeben hatten, klang der Karneval 2017 mit dem feierlichen Zapfenstreich aus Düsseldorfer Hymnen aus.

(hpaw/tb)
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