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Parks: Zu viel Futter für Wasservögel

Parks : Zu viel Futter für Wasservögel

Die Weiher in den Parks sind von Enten, Gänsen und Schwänen übervölkert, die Natur kommt aus dem Takt, das Wasser hat schlechte Qualität. Ein Gutachten empfiehlt unter anderem, das Füttern zu unterbinden.

Für die Spaziergänger im Park sind die vielen Stockenten, Schwäne und Gänse eine Attraktion. Die Parkpfleger sehen die Massen der Wasservögel aber mit Unbehagen, weil die Wasserqualität in den Teichen schlecht wird, Faulschlamm und Algen rasch zunehmen.

Ein Gutachten, das die Stadt in Auftrag gegeben hat, empfiehlt jetzt eine harte Konsequenz: Mittelfristig sollen alle Ziervögel von den Parkteichen weggeben werden, damit sie keine Wildvögel anlocken und letztendlich das Füttern überflüssig wird.

Für den Hofgarten bedeutet das beispielsweise: Statt der acht zahmen Höcker- und schwarzen Trauerschwäne sollen nur jeweils ein Paar bleiben, die anderen Tiere in den Südpark in die Nähe des Streichelzoos gegeben werden und die sechs weiteren wilden Schwäne nicht gefüttert werden.

Dagegen protestiert allerdings Margarete Bonmariage, die sich im Hofgarten um die Wasservögel kümmert. "Die alten Schwäne können sich nicht an eine neue Umgebung gewöhnen, sie versuchen, zurückzukommen", sagt sie aus Erfahrung. Die Verwaltung sucht einen Kompromiss. "Wir werden die alten Schwäne wohl erst einmal im Hofgarten lassen", sagte Gartenamtsleiter Manfred Krick im Landschaftsbeirat, dem gestern das Gutachten vorgestellt wurde.

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Rasen voller Kot

Aber am langfristigen Ziel will die Stadtverwaltung festhalten. Rund um die Parkteiche dürfen die Tiere so wenig wie möglich zusätzliches Futter bekommen, damit die Natur im Gleichgewicht bleibt. Füttern durch die Parkbesucher ist daher unerwünscht.

Von den sieben untersuchten Parks sind die Seen am Ständehaus, im Ostpark und im Benrather Schlosspark weniger problematisch, die im Hofgarten, Zoopark, IHZ-Park in der Nähe des Bahnhofs sowie im Floragarten besonders belastet.

Allein am Weiher im Hofgarten halten sich durchschnittlich 300 Wasservögel auf, in erster Linie Stockenten und immer häufiger Kanadagänse. Die Weiher sind deswegen teilweise verschlammt, der Rasen im Uferbreich fast abgefressen und voll Kot, im Teich beim IHZ wuchern Algen. Zudem leben zu viele Fische in den Teichen.

Um möglichst wenig Gänse und Enten anzulocken, schlagen die Gutachter vor, den Rasen am Ufer in hohe Wiesen umzuwandeln oder Uferstreifen direkt am Wasser mit hohen Gewächsen zu bepflanzen. Das störe die Gänse. Zudem sollten die Inseln im Zoopark und Hofgarten verschwinden, um den Tieren keine Brutmöglichkeiten zu geben.

Erste Proteste gegen die Vorschläge werden laut, Bürger wollen sich ihre Parks nicht verschandeln lassen. "Wir werden uns anstrengen, die Bürger umfassend aufzuklären", kündigte Krick an.

(RP)