Rheinuferpromenade: "Zaun nach Kölner Vorbild ist unsicher"

Rheinuferpromenade: "Zaun nach Kölner Vorbild ist unsicher"

Während die provisorische Absperrung am Rheinufer bei den Düsseldorfern auf wenig Gegenliebe stößt, können sich Passanten in den Kasematten stattdessen einen Zaun nach Kölner Vorbild vorstellen. Die Sicherheit steht dabei jedoch für viele im Vordergrund.

Gabriele und Berhard Teske kommen zwar nicht aus Düsseldorf, der provisorischen Zaun ist ihnen aber gleich aufgefallen. "Ästhetisch ist dieser Zaun nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass er bei großem Menschengedränge notwendig ist", sagt Gabriele Teske. Das Kölner Geländer, das mit einem Metallstreben und fünf parallelen Metalldrähten gesichert ist, findet das Ehepaar zwar deutlich schöner, gibt aber zu bedenken: "Da könnte man einfacher drüber klettern."

Auch für Werner Röderer ist der Sicherheitsaspekt wichtiger, als die Schönheit des Zauns. Auch er hält die Kölner Lösung für nicht ausreichend: "Kleine Kinder und Tiere können ganz einfach durch die Maschen schlüpfen." Der Busfahrer ist der Meinung, dass sich ein grüner Zaun am Rheinufer besser ausgesehen hätte.

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Petra Droste aus Düsseldorf findet den Kölner Zaun deutlich ansprechender, als das Provisorium: "Der Zaun ist einfach nur hässlich, dass muss nicht sein." Für ihre Sicherheit hält sie die Passanten am Rheinufer selbst verantwortlich: "Schließlich muss ich auch aufpassen, wenn ich über die Straße laufe. Ihre Kinder müssen die Menschen auch hier im Auge behalten."

Eine vom FDP-Ratsherren Mirko Rohloff gegründete Facebook-Gruppe mit dem Namen "Der neue Zaun am Rheinufer muss weg" hat mittlerweile etwa 3.500 Mitglieder, die sich alle gegen das Gitter am Rheinufer aussprechen. Die Empörung über das Provisiorium ist groß. Den Vorschlag eines Zauns nach Kölner Vorbild kommentierte Ratsherr Rohloff auf Facebook positiv: "Klasse, dass unser Protest Erfolg hat und nun schnellstmöglich nach einer optisch ansprechenden Lösung gesucht wird. Etappenziel erreicht - wir bleiben dran!"

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