Düsseldorf: Zaun am Rheinufer stark beschädigt

Düsseldorf : Zaun am Rheinufer stark beschädigt

Unbekannte zerstörten am Wochenende die Befestigung einiger Stahlseile am neuen Zaun und zerrten diese auf den Gehweg. Die Stadt nahm erst am Montagmorgen Notiz von dem Schaden am 1,6 Millionen Euro teuren Bauwerk. Mehr Kontrollen seien aber unmöglich, heißt es.

Knapp vier Wochen ist der Zaun am Rheinufer erst alt und schon liegt eines der Stahlseile herausgerissen in einem langen Bogen auf der Promenade. Die anderen neun Seile sind locker, hängen schlaff zwischen den 1,20 Meter hohen Pfosten. Diese Szene bot sich am Sonntagnachmittag zahlreichen Spaziergängern, die nördlich der Rheintreppe unterwegs waren. Sie mussten sich über die Stolperfalle ärgern, die durchaus auch gefährlich für Kinder war: Wegen der durchhängenden Seile hätten die Kleinen sehr leicht die Lücke im Zaun nutzen können, um auf die schmale Ufermauer zu gelangen.

Erst am Montagmorgen nahm die Stadt Notiz von dem Schaden an dem rund 1,6 Millionen Euro teuren Zaun und spricht von Vandalismus. "Da muss jemand die provisorische Befestigung mit Brachialgewalt gelöst und dann versucht haben, die Seile aus den Pfosten zu ziehen", sagte Ingo Pähler gestern auf Anfrage. Er ist bei der Stadt zuständig für den Bau des Zauns. Von Mitarbeitern des Verkehrssicherheitsdienstes sei er über den Schaden informiert worden und habe dann sofort die Reparatur angeordnet. Den Vorwurf, dass die Zerstörung an einer so prominenten Stelle zu spät entdeckt worden sei, wies Pähler als unbegründet zurück. "Wir kontrollieren den kompletten Zaun in der Bauphase spätestens alle 24 Stunden. Mehr geht nicht."

Außerdem sei die mutwillige Beschädigung nur möglich gewesen, weil der Zaun zwischen Rheintreppe und Oberkasseler Brücke noch nicht fertig ist, betonte Pähler. Bauarbeiten an der Mauer machen es demnach noch bis Mitte Mai nötig, dass die Seile in dem Abschnitt nur eingehängt und provisorisch gesichert sind. Dennoch handelt es sich nach Angaben von Ingo Pähler um eine stabile Befestigung, die zusätzlich mit einem Bauzaun abgesperrt ist. "Für so eine Tat ist kriminelle Energie nötig", sagte Pähler, der jetzt Strafanzeige gegen Unbekannt stellen will. Er sei deprimiert, dass dem neuen Bauwerk so zugesetzt wurde.

Wie hoch der Schaden ist, wird an diesem Mittwoch geprüft. Ist der Zaun dann in einigen Wochen auf der gesamten Länge von rund 700 Metern erst einmal fertig, sei eine solche Beschädigung aber kaum mehr möglich, sagte Pähler. "Dann müssten die Täter schon mit einem Schweißgerät anrücken."

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