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Düsseldorf: Zahlungsmoral in der Region verbessert

Düsseldorf : Zahlungsmoral in der Region verbessert

Creditreform hat das Zahlungsverhalten der Neusser und Düsseldorfer untersucht. Die befragten Unternehmen gaben ihren Kunden in der Region die Note "Zwei minus". Jedes fünfte Unternehmen hatte gar keine Forderungsausfälle.

Firmen und Privatleute in der Region Düsseldorf, Rheinkreis Neuss und Kreis Mettmann zahlen ihre Rechnungen schneller als noch vor wenigen Jahren. Nach durchschnittlich 16 Tagen verbuchten die Gläubiger im Jahr 2012 den Geldeingang.

Zum Vergleich: Im Jahr 2005 lag dieser Wert noch bei durchschnittlich 23,3 Tagen. Das ist das Ergebnis des aktuellen regionalen Forderungsbarometers der Auskunftei Creditreform. Besonders lange mussten demnach die Firmen in der Finanzkrise 2008 und 2009 auf ihr Geld warten, im Schnitt etwa 21 Tage.

Im Jahr 2011 lag der Wert bei 17,5 Tagen. Innerhalb der Region gibt es konstante Unterschiede, was die Zahlungsmoral der Firmen und Privatleute angeht (siehe Grafik).

In den vergangenen acht Jahren zahlten die Schuldner im Rheinkreis Neuss durchschnittlich später als die Düsseldorfer. Im Kreis Mettmann dagegen wurden die Rechnungen im Schnitt schneller als in der Landeshauptstadt beglichen.

Die Unternehmen im Regionalraum Düsseldorf bewerten das Zahlungsverhalten ihrer Kunden auch zum Jahresbeginn 2013 vergleichsweise positiv. Sie vergeben eine "Zwei minus" (mittlere Schulnote: 2,51) und somit eine nur leicht schlechtere Bewertung als im vergangenen Jahr (2,49).

Nur drei Prozent der Unternehmen vergaben hierbei die Note "mangelhaft". Diese Werte entsprechen in etwa dem bundesweiten Niveau vom Herbst 2012. Allerdings brauchen gewerbliche Kunden derzeit länger als private und öffentliche Kunden, um ihre Rechnungen zu begleichen.

Ebenfalls positiv zu bewerten sei, dass im vergangenen Jahr 20 Prozent der Unternehmen nach eigenen Angaben keinerlei Forderungsverluste verzeichnen mussten, sagte der Düsseldorfer Creditreform-Chef Detlef Frormann. Allerdings müssten etwa gleich viele Unternehmen (17 Prozent) Forderungsverluste von mehr als einem Prozent hinnehmen.

Im Bund hingegen hatten nur rund neun Prozent der Unternehmen Forderungsverluste in dieser Höhe. Grund hierfür seien auch Zahlungsschwierigkeiten durch nachlaufende "Dominoeffekte" von Kundeninsolvenzen: Sechs von zehn Unternehmen gaben an, dass es zu Forderungsverlusten durch die Folgen von Kundeninsolvenzen kam (58 Prozent).

"Die Finanzierungslage der Unternehmen in der Region Düsseldorf kann derzeit positiv bewertet werden. Aber: Das Forderungsmanagement vieler Unternehmen ist verbesserungswürdig", sagte Frormann.

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(tb)