Flüchtlinge in Düsseldorf: Zahl der Asylbewerber in der Stadt nimmt erstmals ab

Flüchtlinge in Düsseldorf: Zahl der Asylbewerber in der Stadt nimmt erstmals ab

Zum ersten Mal seit dem Beginn der Flüchtlingskrise werden die Asylbewerber in Düsseldorf weniger. Die Menschen in den städtischen Unterkünften sind jetzt in der Mehrheit anerkannte Flüchtlinge. Die Wohnungsnot ist allerdings ein Problem.

Im Januar hatte die Stadtverwaltung ein negatives Saldo registriert, der Februar bestätigte den Trend.

Wohnungsnot macht Flüchtlingen den Auszug aus den Heimen schwer

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Die Werte zeigen auch eine zweite Neuerung, wie die Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch auf Anfrage unserer Redaktion mitgeteilt hat: Erstmals befinden sich in den städtischen Unterkünften mehr anerkannte Flüchtlinge als Asylbewerber. 3972 Menschen könnten demnach aus den Sammelunterkünften ausziehen, weil ihr Asylantrag positiv beschieden wurde oder sie aus anderen Gründen über einen sogenannten verfestigten Aufenthaltsstatus verfügen. Allerdings fällt es vielen Flüchtlingen schwer, eine reguläre Wohnung in der Stadt zu finden. Die im Dezember vom Land erlassene Wohnsitzauflage verhindert aber, dass sie in eine andere Kommune umziehen.

Während sich die Lage in den städtischen Unterkünften durch weniger Neuzugänge und ein Bauprogramm in Höhe von 69 Millionen Euro langsam entschärft, wächst der Bedarf an preiswertem Wohnraum - nicht nur für Flüchtlinge. Die Stadt sucht in der Arbeitsgruppe "Wohnen für alle" nach Lösungsansätzen, unter anderem wird der Bau von Sozialwohnungen durch eine Stadttochter diskutiert.

(arl)
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