Düsseldorf: Zähes Verhandeln über den Vodafone-Campus

Düsseldorf: Zähes Verhandeln über den Vodafone-Campus

Am Heerdter Dreieck sind die Vorbereitungen für ein neues Gebäude nicht zu übersehen: Die Fläche innerhalb dieses Straßenknotenpunktes wurde in den vergangenen Wochen von Bäumen, Büschen und anderem Bewuchs befreit, völlig kahl präsentiert sie sich jetzt.

Dort soll nach derzeitiger Planung das Parkhaus für den neuen Vodafone-Campus entstehen. Wie berichtet, plant der Telekommunikations-Riese auf der anderen Seite der B 7 , in ein neues Büro-Ensemble zu ziehen. 2012 wird als Einzugstermin genannt.

Aber bis dahin dürfte es noch eine ganze Reihe von Diskussionen geben. Denn aus dem Umfeld des Unternehmens und der Investoren (DIL - Deutsche Immobilienleasing und KGAL München) ist zu hören, dass es derzeit noch heftige Verhandlungen über Details der Gebäudenutzung gibt.

Vodafone wird das Gebäude – wie in solchen Fällen üblich – nicht selbst bezahlen, sondern die oben genannten Firmen werden den Bau finanzieren und dann an Vodafone als einzigen Nutzer vermieten. In der Immobilienbranche jedoch spricht man derzeit darüber, dass es noch erhebliche Meinungsverschiedenheiten über die Dauer der Mietverträge gibt.

Vodafone soll eingewilligt haben, den 110 Meter hohen Büroturm für zehn Jahre zu mieten, aber für andere Teile des so genannten Campus will man angeblich nicht so lange Verpflichtungen eingehen. Das jedoch wäre für den Vermieter ein hohes Risiko: Eine solche Immobilie, die zudem auch noch auf die Bedürfnisse des Mieters zugeschnitten ist, wäre nur schwer weiter zu vermarkten oder gar zu verkaufen, wenn nur Teile des Objektes belegt wären.

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Ein Sprecher von Vodafone wollte die Meinungsverschiedenheiten gestern nicht bestätigen, sagte aber, dass die Verhandlungen nach wie vor im Gange sind.

Der Telekommunikationsriese will am heutigen Standort Seestern nicht mehr länger bleiben, weil er dort seine Mitarbeiter nicht alle unterbringen kann. Das neue Gebäude liegt nur wenige hundert Meter entfernt.

Mit Blick auf die neue, konzentrierte Adresse hat man auch derzeit noch genutzte Immobilien am Rheinufer (Mannesmannufer) an die Landesregierung verkauft, die dort – auf lange Sicht geplant – Ministerien unterbringen und so das Regierungsviertel arrondieren will.

(RP)