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Wohnprojekt an der Kiefernstraße in Düsseldorf

Wohnen in Düsseldorf : Zähes Ringen um Wohnbau an der Kiefernstraße

Es bleibt zäh: Auch im zweiten Anlauf hat die Bezirksvertretung 2 dem Projektentwickler Cube Real Estate kein grünes Licht für sein Bauprojekt an der Erkrather-/Ecke Kiefernstraße erteilt. Einzig die Befreiung von der Art der Nutzung, die bislang Wohnen nur in einem kleinen Teil erlaubt, wurde durchgewunken.

Prinzipiell begrüßten alle, dass die Hotelpläne des Investors fallen gelassen wurden. Ein Paket an weiteren notwendigen Befreiungen wurde nach langer Diskussion und einigen Unstimmigkeiten jedoch vorerst auf Eis gelegt.

Vor allem die Planung, dass die Zufahrt zur Tiefgarage über die Kiefernstraße erfolgen soll, stieß allgemein auf Ablehnung. Auch eine Überschreitung der Baugrenze von bis zu fünf Metern war nicht im Sinne der Politiker, so werde die Sichtachse durch die Ruhrtalstraße bis auf die Stadtwerke am Höherweg gestört. Auf beides hatte der in Flingern bestens vernetzte Stadtführer Kaspar Michels hingewiesen, der in der Sitzung ebenso Rederecht erhielt wie Anwohner der Kiefernstraße. Die stören sich außerdem daran, dass die geplante Grünfläche nicht für die Allgemeinheit zugänglich sein soll. Dass die Zielgruppen – Studenten, Senioren, gefördertes Wohnen, Wohngemeinschaften – für die 270 Wohnungen zudem strikt voneinander getrennt werden sollen, sei ebenfalls nicht im Sinne der Alteingesessenen, die vielmehr eine hohe Fluktuation befürchten. Das sei insgesamt keine Bereicherung für die Kiefernstraße, so die einhellige Meinung.