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Mietervereins-Chef Hans-Jochem Witzke: "Günstige Wohnungen bauen"

Mietervereins-Chef Hans-Jochem Witzke : "Günstige Wohnungen bauen"

In vielen deutschen Großstädten steigen die Mieten. Düsseldorf ist neben Köln die teuerste Wohnstadt in NRW. Darüber ist eine politische Debatte entbrannt. CDU und FDP im Düsseldorfer Rathaus sprechen von angespannter Lage, SPD und Grüne rufen den Notstand bei bezahlbarem Wohnraum aus.

"Ist Düsseldorf auf dem Weg zum Luxus-Ghetto?" — darüber sprach RP-Redakteurin Denisa Richters mit Hans-Jochem Witzke, Vorsitzender des Düsseldorfer Mietervereins, in der aktuellen Sendung des AOK-Gesundheitsmagazins Vigo TV.

Laut Witzke lässt sich in Düsseldorf schnell eine adäquate Wohnung finden — sofern man ausreichend Geld habe. Anders sei das bei Menschen mit mittleren und kleinen Einkommen. "Studenten, Auszubildende oder Rentner müssen sich erst mal hinten anstellen, um eine einigermaßen erschwingliche Wohnung zu bekommen." Selbst in weniger begehrten Stadtteilen wie Garath oder Hellerhof stehe keine Wohnung leer, die großen Wohnungsgesellschaften investierten dort vielmehr in Modernisierungen.

NRW-Bauminister Michael Groschek, der Düsseldorf Luxus-Ghettoisierung vorgeworfen hat, stimmt Witzke teils zu: "In Düsseldorf werden mehr hoch- und höchstpreisige als erschwingliche Wohnungen gebaut." Es dürften nicht Wohnquartiere entstehen, in denen nur Reiche wohnten. Ansonsten drohe "eine Parallelgesellschaft von oben, geschlossene und verschlossene Nachbarschaften von denen, die Geld haben". Zu einer gemischten Stadt gehörten auch Menschen mit geringen Einkommen. Das mache erst den Charme aus.

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Laut Witzke muss die Stadt, wenn sie eigene Grundstücke verkauft, Investoren verpflichten, auch für niedrigere Einkommensgruppen Wohnungen zu bauen. Selbst wenn von steigenden Mieten vor allem Neubauvorhaben betroffen seien, fließe dies in den Mietspiegel ein und könne somit auch bei Bestandswohnungen zu stark steigenden Mieten führen.

Die Wiederholungstermine sind auf center.tv Düsseldorf am Donnerstag, 8. November, um 16.30 Uhr, am Mittwoch, 14. November, um 21.15 Uhr, und am Montag, 19. November, um 7.45 Uhr.

(RP)