Bündnis für bezahlbaren Wohnraum will Netzwerk von Düsseldorfer Mietern

Wohnungsmarkt in Düsseldorf : Das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum will Mieter vernetzen

Am 3. Juli laden Wohnungsmarkt-Aktivisten in die Oberbilker Christuskirche. Dort sollen sich Mieter über ihre Rechte informieren - und über Möglichkeiten, sich gegen Investoren zu wehren.

Couch, Teppich, Tisch und Stehlampe – die Aktivisten des Bündnisses für bezahlbaren Wohnraum hatten es sich am Dienstag richtig gemütlich gemacht auf dem Dreiecksplatz in Oberbilk. In der „Freiluftwohnung“ saßen Julia von Lindern von Fiftyfifty, Pater Wolfgang Sieffert von der Altstadt-Armenküche und Ben Klar (Die Linke). „In Oberbilk erwarten uns demnächst ähnliche Verhältnisse wie in Flingern“, sagte von Lindern. Rund um den Dreiecksplatz gebe es viele Beispiele, wie Investoren den Wohnungsmarkt bestimmten. Die Folge seien steigende Mieten, die Verdrängung von Mietern und fortschreitende Gentrifizierung. So verwies sie auf den Kauf von 1000 Wohnungen an den vielkritisierten Immobilienriesen Deutsche Wohnen – was auch ein Haus in der Querstraße betrifft. Nebenan hat sich Investor Frederic Lodde eingekauft, über den Mieter berichten, er erhöhe die Mieten, sobald die Tinte trocken sei. Und dann ist da noch der Investor, der gegenüber an der Lessingstraße ein Haus kaufte, in dem ehemals Obdachlose wohnten. Es folgten Zwangsräumungen.

Für das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum sind das Symptome für eine allgemeine Entwicklung in der Stadt: „Alteingesessene Bewohner werden verdrängt“, sagt Aktivist Johannes Dörrenbächer. Und Mitstreiter Oliver Ongaro ergänzt: „Für Mieter ist es schwer, sich alleine zu wehren – eine Vernetzung fehlt.“ Die soll nun stattfinden. Für den 3. Juli lädt das Bündnis in die Christuskirche in der Kruppstraße. Ab 19 Uhr informieren Referenten über Wohnungsmarkt, Mietrecht und die Auswirkungen auf den Stadtteil. Der Eintritt ist frei.

Mehr von RP ONLINE