Wohnen muss bezahlbar sein

Wohnen muss bezahlbar sein

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Düsseldorf hat ein Problem: Immer mehr Menschen ziehen in die boomende Metropole. Einst erschwingliche Viertel wie Flingern und Bilk werden gentrifiziert, wie es im Fachjargon heißt. Im Klartext bedeutet das: Wo früher Industriearbeiter, Krankenschwestern, Busfahrer und Rentnerpaare eine nette Wohnung für machbares Geld mieten konnten, leben zunehmend Menschen mit besonders guten Ausbildungen und doppelten Einkommen.

2008 gab es in Düsseldorf noch 26.300 Sozialwohnungen, 2017 nur noch 15.800. Dabei haben laut Caritas inzwischen 50 Prozent aller Düsseldorfer Haushalte Anspruch auf Erteilung eines Wohnberechtigungsscheins. Mögliche Steuerungsinstrumente wie die Mietpreisbremse, preisgedämpftes Wohneigentum oder eine Zweckentfremdungssatzung klassifizieren deren Gegner umgehend als wirkungslos, nicht umsetzbar oder zu bürokratisch. Nichts zu tun, ist aber auch keine Alternative. Bürger haben ein Recht auf bezahlbaren Wohnraum. Und der Markt alleine wird es nicht richten. Die Debatte, wie Politik hier steuern kann und soll, lohnt also. Nicht nur, aber eben auch auf der kommunalen Ebene.

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joerg.janssen@rheinische-post.de

(RP)