„Wohnen für alle in Düsseldorf“: Podiumsdiskussion des Katholikenrats in Düsseldorf

Diskussion im Maxhaus : Wohndebatte mit Selbstkritik aus Kirchenkreisen

Es bedarf vieler Stellschrauben, um günstigere Wohnangebote zu schaffen. Das zeigte sich bei der Podiumsdiskussion im Maxhaus, die vom Katholikenrat Düsseldorf unter der Überschrift „Wohnen für alle in Düsseldorf“ stattfand.

So führt die Quote von 40 Prozent öffentlich geförderten oder preisgedämpften Wohnungen auch dazu, dass im frei finanzierten Bereich eines Projekts Eigentumswohnungen mit Preisen von 8000 Euro pro Quadratmeter entstehen. „Da frage ich mich, ob ich das als Unternehmen mit kirchlichem Hintergrund mittragen kann“, sagte Thomas Hummelsbeck von der Rheinwohnungsbau.

Dass die Kirchen selbst immer wieder Grundstücke zu Höchstpreisen verkaufen, spiegelte sich in der mehrfach getätigten Äußerung „wir müssen uns auch selber an die Nase fassen“ wieder. Oliver Schreiber (SPD) forderte, die Quote für preiswerten Wohnraum bei Neubauprojekten auf 50 Prozent zu erhöhen. Wohndezernent Christian Zaum (CDU) setzt auf Konzeptausschreibungen, die Investoren mehr Vorgaben machen.

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(ujr)
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