Ehemaliges Gefängnis-Areal: Wohn-Ideen für Ulmer Höh'

Ehemaliges Gefängnis-Areal : Wohn-Ideen für Ulmer Höh'

Das Gefängnis Ulmer Höh' steht leer und beflügelt gerade deswegen die Gedanken und Vorstellungen vieler Düsseldorfer. Denn auf dem bislang abgeschotteten Gelände sollen neue Wohnhäuser entstehen, ein städtebaulicher Wettbewerb mit sechs Architekturbüros geht am Mittwoch mit der Entscheidung einer Jury zu Ende.

Dieses neue Quartier mitten in Wohngebieten von Derendorf sehen Düsseldorfer Gruppen als Chance, dort einen besonderen, urbanen Lebensstil zu verwirklichen und Wohnungen für mehrere Generationen anzubieten.

Beispielsweise die Gruppe "Leben-Kunst-Ulmer-Höh'" um den Künstler Horst Wackerbarth und die Psychologin Regina Brinkmann-Göbel. Die Gruppe will als Bauherrengemeinschaft etwa 3000 Quadratmeter des Areals erwerben und dort ihre Ideen umsetzen. Ihre Vision: Das Gebäude mit der ehemaligen Gefängniskirche bleibt erhalten und wird zu einer Kunst-Kapelle umgestaltet. Dort könnten Kunst-Kreationen wie Tanz-Performances, Ausstellungen, Lesungen oder Hauskonzerte den Kontakt der Bürger untereinander unterstützen, so Wackerbarth. Die Wohnungen in den Gebäuden soll für mehrere Generationen und unterschiedliche Berufsgruppen zur Verfügung stehen. Damit wird eine neue, faszinierende Identität für die Ulmer Höh' geschaffen, ist Wackerbarth überzeugt.

Ähnliche Ziele verfolgt auch eine Gruppe um die Seniorenbeirätin Marlene Utke. Es müssten bezahlbare und mobilitätsgerechte Wohnungen für Senioren gebaut werden, damit umzugswillige Derendorfer eine neue Bleibe finden könnten. Durch den Umzug würden in Derendorf dann große Wohnungen in oberen geschossen für jüngere Familien frei, der Stadtteil werde lebendiger.

Um eine gute Nachbarschaft zu fördern, wünscht sich Utke auch Räume für Treffen und gemeinsame Aktivitäten der Bewohner des neuen Quartiers und ruhige Grünzonen zum Verweilen.

(RP)
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