Düsseldorf: Wogedo baut 200 Wohnungen neu

Düsseldorf: Wogedo baut 200 Wohnungen neu

Die Wohnungsgenossenschaft modernisiert derzeit viele ihrer Objekte. Rund 43 Millionen Euro investiert sie in den kompletten Ersatz von Wohnungen, bei denen sich eine Sanierung nicht mehr lohnt. Dem Wohnungsausschuss wurden nun drei Projekte vorgestellt.

Bezahlbaren Wohnraum anzubieten, verstehen Wohnungsgenossenschaften als zentrale Aufgabe. Die Wogedo ist eine der Größten in Düsseldorf, besitzt rund 4500 Wohnungen im Stadtgebiet. Etwa 200 davon wurden und werden nun für 43 Millionen Euro durch Neubauten ersetzt, in Objekten in Gerresheim, Bilk und Unterrath. Die Projekte in Gerresheim — an der Dornaper Straße, Dreherstraße und Gräulinger Straße — besichtigte jetzt der Ausschuss für Wohnungswesen.

In den vergangenen zwölf Jahren habe die Wogedo rund 120 Millionen Euro in die Sanierung ihres Bestandes investiert, sagte Vorstand Andreas Vondran. Viele Wohnungen erhielten eine neue Wärmedämmung oder wurden nachträglich mit Balkonen ausgestattet. Etwa fünf Prozent des Bestandes habe man aber daraufhin untersucht, ob sich eine Sanierung überhaupt noch lohnt — etwa wenn der Zuschnitt nicht mehr aktuellen Standards entspricht, wenn es Durchgangszimmer und gefangene Räume gibt. "Für gewisse Bestandsgebäude empfanden wir es sinnvoller, sie abzureißen und neu zu bauen", sagt Vondran.

Das gilt für die Dreherstraße/Ecke Märkische Straße, wo im Herbst der Abriss beginnen soll. "Wir haben den Bewohnern ein professionelles Umzugsmanagement angeboten und andere Wohnungen zur Verfügung gestellt." In den Neubauten werden 54 Wohnungen mit zwei bis drei Zimmern und 51 bis 96 Quadratmetern Wohnfläche entstehen, wie Architekt Richard Henning erläuterte. Man plane eine "zurückgenommene Architektursprache", um keinen starken Kontrast zur Gründerzeit-Architekur im Umfeld zu setzen: "Deshalb wird bei unseren Objekten auch mit ähnlichen Elementen gearbeitet." Das Innenleben der Gebäude ist derweil hochmodern. Beim Mietpreis peile man an, unter zehn Euro je Quadratmeter zu bleiben, sagte Vorstand Vondran.

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Die Wohnungsausschuss-Vorsitzende Antonia Frey (Grüne) vermisst im Projekt aber öffentlich geförderte Wohnungen. Und aus Sicht einiger Ausschuss-Mitglieder dürften die Mieten noch günstiger sein. "Zumal die Wogedo auf einem eigenen Grundstück bauen kann", sagte etwa SPD-Wohnungsexperte Andreas Rimkus. Die Genossenschaft sieht das anders: "Wir denken, dass wir hiermit immer noch in einem günstigen Bereich liegen." Mit über zehn Euro je Quadratmeter etwas mehr kosten derweil die hochwertigen neuen Wohnungen an der Dornaper Straße 14, die bereits fertiggestellt und bezogen wurden.

Das Projekt Gräulinger Straße/ Dernbuschweg wird dagegen erst 2014 gestartet. Hier geht es um 90 Wohnungen, unter denen auch einige öffentlich geförderte sein sollen. Aktuell verhandele man mit der Stadt darüber, sagte Vondran.

(RP/jco)
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