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Wo bleibt der Alkohol für den Killepitsch?

Kultgetränk aus Düsseldorf : Wo bleibt der Alkohol für den Killepitsch?

Die Corona-Krise bedroht den Nachschub des beliebten Kräuterschnapses. Doch zum Glück erinnerte sich Inhaber Peter Busch an Erzählungen seiner Eltern.

In Vor-Corona-Zeiten war es für Düsseldorfer eine schöne Angewohnheit, den Zug durch die Altstadt am Kabüffke ausklingen zu lassen. Da gab es dann einen Killepitsch. Der Kräuterlikör aus Düsseldorf hat mittlerweile weltweit Karriere gemacht und wird von Inhaber Peter Busch im Hafen in großen Mengen produziert, um den Bedarf zu befriedigen.

Jetzt aber wird es mit dem Alkohol eng, wie Busch unserer Redaktion bestätigt. „Der Alkohol ist verknappt, egal welcher Qualität. Im April haben wir nichts bekommen. Jetzt hoffen wir auf den Mai.“ Normalerweise fahren monatlich Tanklastzüge im Hafen vor, jeder bringt 35.000 Liter mit 96,4 prozentigem Alkohol. Busch nimmt den doppelt gebrannten Winterweizen, nicht den Billigfusel aus Rotterdam,  aber der Lieferant aus dem Münsterland und selbst jener aus Frankreich war zuletzt, pardon, ausgebrannt. Schuld daran ist natürlich die Corona-Krise: Der Alkohol wird jetzt für die Produktion von Desinfektionsmitteln benötigt, die Preise sind um 20 Prozent gestiegen.

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Zum Glück hat Busch vorgesorgt, an die Erzählungen seiner Eltern aus der Kriegszeit gedacht und in den ersten Wochen des Jahres gut auf Vorrat produziert. Die 20 Reifetanks im Hafen fassen 700.000 Liter und sind nahezu randvoll gefüllt.