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Wirtschaft wirbt mit Plakaten für 2000 offene Lehrstellen

Ausbildung in Düsseldorf : So wirbt die Wirtschaft mit Plakaten für die Ausbildung

An vielen Hauptverkehrsstraßen und prominenten Plätzen in der Stadt sind nun Plakate zu sehen, die eine ganz besondere Botschaft in der Corona-Krise für junge Menschen haben.

Der Ausbildungsmarkt steht weiter unter dem Einfluss der Pandemie. Bemerkbar macht sich das weniger auf der Seite der angebotenen Stellen, sondern bei der Nachfrage nach ihnen. Denn laut Industrie- und Handelskammer (IHK), Handwerkskammer (HWK) sowie Kreishandwerkerschaft hat sich das Angebot erholt. „Es hat einen absolut vergleichbaren Umfang wie vor einem Jahr gegeben“, sagt HWK-Präsident Andreas Ehlert. Allerdings: Knapp 2000 Lehrstellen in mehr als 200 Ausbildungsberufen (einschließlich Kreis Mettmann) sind unbesetzt. Deshalb warnten am Montag HWK-Präsident Andreas Ehlert, IHK-Präsident Andreas Schmitz und Kreishandwerksmeister Thomas Dopheide in einer gemeinsamen Erklärung: „In den Düsseldorfer Unternehmen herrscht trotz Corona in allen Bereichen der Wirtschaft der Landeshauptstadt kein Manko an Ausbildungsplätzen, sondern ein Mangel an Auszubildenden und Bewerbern, der in diesem Jahr eklatant zu werden droht.“ 

Aus diesem Grund werben die Wirtschaftsorganisationen jetzt eine Woche lang gezielt für die sich bietenden Möglichkeiten. „Starten statt warten!“ heißt das Motto der Offensive, in deren Mittelpunkt eine Plakatkampagne steht. An 65 auffälligen Orten ist nun auf den Flächen ein Wasserspringer zu sehen. Er symbolisiert das Motto: „Raus ins Leben – Rein in die Ausbildung“. Über einen QR-Code gelangen Interessierte zudem zum Ausbildungsangebot sowie zu weiteren Informationen und Veranstaltungen wie digitalen Speedatings mit möglichen Arbeitgebern (www.startenstattwarten.info).

Als Ursache für die aktuelle Zurückhaltung bei Schulabgängern macht die Wirtschaft „gewachsene Ungewissheiten auf Seiten der Jugendlichen“ aus, zudem „veränderte Prioritäten im Unterrichtsangebot an den Schulen zu Lasten der Berufsorientierung“. Präsident Andreas Schmitz sagt deshalb: „Unser gemeinsames Anliegen ist es, Schulabsolventen nicht in eine Corona-Starre verfallen zu lassen, sondern sie zu motivieren, sich aktiv um einen Ausbildungsplatz zu bemühen.“