Düsseldorf: Wirbel um Franjo Pooths Firma

Düsseldorf : Wirbel um Franjo Pooths Firma

Franjo Pooths Maxfield GmbH, in der der Ehemann von Verona Pooth mit MP-3-Playern handelt, soll noch vor wenigen Wochen in finanziellen Schwierigkeiten gewesen sein, berichtet das Fachmagazin CRN (Computer Reseller News). Selbst bereits bezahlte Ware aus Fernost, die beim Zoll lag, konnte nach einem Bericht des Magazins nicht ausgelöst werden. Die Firma Maxfield habe die Gebühren nicht zahlen können. Maxfield-Sprecher Till Konstanty bestätigte am Freitag diese Aussagen.

Pooth ist bekannt geworden, als er Verona Feldbusch ehelichte. Das Paar lebt in Meerbusch. Seine Firma Maxfield hat Pooth im Medienhafen angesiedelt. 2004 soll der Umsatz bei zehn Millionen Euro gelegen haben, 2005 bei über 30 Millionen. Aber auch von Liquiditätsproblemen war die Rede. Laut CRN soll Pooth Probleme gehabt haben, weil Kunden, vor allem große Handelsketten, zögerlich zahlten, gleichzeitig aber Geld in die Entwicklung neuer Produkte floß.

Pooth legt Wert darauf, den hiesigen Markt nicht mit billigem Ramsch zu überschwemmen, betonte er 2006 in einem Interview mit dem Who's-Who-Europa-Magazin. Er wolle im Gegenteil die Nachfrage nach schicken Lifestyle-Produkten mit guter Ausstattung und entsprechendem Preis bedienen. In diesem Interview nach dem Erfolg seiner Firmengründung gefragt, lobte Pooth den Geldgeber Stadtsparkasse Düsseldorf, der das Unternehmen Maxfield "vom Start weg immer unterstützt hat".

Bei der Stadtsparkasse jedoch sollen die Schwierigkeiten bei Maxfield in den letzten Tagen und Wochen zu erheblicher Unruhe geführt haben, heißt es in informierten Kreisen. Mit neun Millionen Euro soll Pooth dort in der Kreide stehen, heißt es inoffiziell. In einer Sitzung des Kreditausschusses im September habe es heftigen Streit gegeben, weil man gefürchtet habe, diese Summe abschreiben zu müssen.

Seine finanziellen Probleme sind nach Pooths Aussagen passé. CRN sagte er: "Das stimmt, wir haben auf Zahlungen im zweistelligen Millionenbereich gewartet. Dieses Problem ist aber inzwischen vorbei." Laut Pooth gibt es einen neuen Investor, der die finanzielle Durststrecke beendet hat. Den Namen des Partners mag er aber nicht nennen. Hilfe gibt's auch von Ehefrau Verona: Auf ihren Autogrammkarten telefoniert sie mit einem Maxfield-Handy.

Mehr von RP ONLINE