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Mario Newinscheni: "Wir wollen uns mit den Stärksten messen"

Mario Newinscheni : "Wir wollen uns mit den Stärksten messen"

Die Darter von Fortuna Düsseldorf sind durch einen 11:9-Sieg über den TC Nordstadt in die höchste Spielklasse des Landes aufgestiegen.

Sie sind durch einen 11:9-Sieg über den TC Nordstadt am letzten Spieltag als Vize-Meister der 2. Liga West in die höchste Spielklasse in Nordrhein-Westfalens aufgestiegen. Wie haben sie das Spiel erlebt?

Mario Newinscheni Es war eine Nervenschlacht. Wir brauchten einen Punkt, um den Aufstieg klar zu machen. Der TC Nordstadt ließ sich aber nicht abschütteln und hat sich heftig gegen die Niederlage gestemmt. Nach unserer 2:0-Führung hat er zum 2:2 ausgeglichen, dann haben wir 7:5 geführt und die Wuppertaler glichen wieder aus. So ging es weiter bis zum 9:9. Dann haben aber Holger Hentrup und Olaf Tupuschis die beiden entscheidenden Punkte zu unserem Gesamtsieg gemacht. Hinterher haben wir erfahren, dass wir den Sieg gar nicht gebraucht hätten. Unser stärkster Konkurrent aus Erkrath hat sein Spiel nämlich sensationell verloren. Wir wären also auch nach einer Niederlage aufgestiegen.

Die Saison hat damit ein Happy End für euch. Habt ihr vor drei Wochen wirklich noch ernsthaft daran geglaubt, dass ihr jetzt den Aufstieg feiern könnt?

Newinscheni Nein, den hatten wir schon komplett abgehakt, nachdem wir zu Hause gegen Mönchengladbach verloren hatten. Eine glückliche Wendung nahm die Saison dann, als Erkrath eine Woche später gegen Schlusslicht Duisburg verlor. Dadurch haben wir eine neue Chance bekommen und haben sie genutzt.

Wie war die Aufstiegsfeier? Gab es überhaupt eine, schließlich sind Aufstiege für euch ja fast schon Routine?

Newinscheni Es gab eine ausgelassene Feier, sie hat für mich erst um halb fünf Uhr am Morgen geendet.

Ihr habt 2009 ganz unten in der Bezirksklasse angefangen und seid seitdem mit Ausnahme einer Saison in jedem Jahr aufgestiegen. Jetzt spielt ihr in der nächsten Saison schon in der 1. Liga West. Ist damit das Ende der Fahnenstange erreicht und euer Weg zu Ende? Darüber kommt schließlich nur noch die Bundesliga.

Newinscheni Nein, wir wollen unbedingt in die Bundesliga und uns mit den stärksten Mannschaften Deutschlands messen, den Teams aus Hamburg, Bremen und Berlin. Davon träumen wir schon seit der Gründung der Mannschaft 2009.

Der Weg in die Bundesliga ist aber noch weit. Der Meister steigt nicht direkt auf, er muss sich nach dem Ende der Punktspielrunde zusätzlich noch in einer Relegation behaupten.

Newinscheni Das stimmt. Wir müssen Meister werden, um uns für eine Relegationsrunde mit den Meistern der sieben anderen Landesverbände zu qualifizieren. Vier der acht Mannschaften steigen auf - zwei in die Bundesliga Nord, zwei in die Bundesliga Süd. Um das zu überstehen, braucht man nicht nur Qualität, sondern auch Glück.

Mit welcher Mannschaft wollt ihr die nächste Saison bestreiten? Bleibt das Team zusammen?

Newinscheni Ich gehe davon aus, dass sich personell nicht viel ändern wird. Wir treten am 31. Mai noch beim Verbandspokal in Hanau an. Danach setzen wir uns zusammen und besprechen die Zusammensetzung der Teams. Möglich ist, dass wir eine dritte Mannschaft aufmachen. Zur ersten und zweiten Mannschaft gehören derzeit jeweils 20 Spieler. Das sind zu viele. Die meisten kommen am Spieltag gar nicht zum Einsatz und sitzen nur herum, weil sie an das Niveau der ersten Acht nicht herankommen.

Personelle Probleme und Nachwuchssorgen gibt es also nicht?

Newinscheni Nein, wir haben großen Zulauf. Das macht vor allem der Name. Fortuna zieht die Spieler an.

DAS GESPRÄCH FÜHRTE FALK JANNING

(RP)