Winterwelt in Düsseldorf Rollschuhbahn oder Eisfläche - knappe Abstimmung

Düsseldorf · Soll die Eisbahn auf dem Corneliusplatz in der Düsseldorfer Innenstadt zur Weihnachtszeit zu einer Rollschuhbahn werden? Die politische Diskussion endete mit einer äußerst knappen Entscheidung.

Szenen wie diese von der Eisbahn auf dem Corneliusplatz wollte die SPD nicht mehr sehen, jetzt bleibt es aber bei der Eisbahn.

Szenen wie diese von der Eisbahn auf dem Corneliusplatz wollte die SPD nicht mehr sehen, jetzt bleibt es aber bei der Eisbahn.

Foto: Bretz, Andreas (abr)

Soll aus der Eisfläche auf dem Corneliusplatz eine Rollschuhbahn werden? Dieser Vorschlag der SPD wird nach knapper Abstimmung im Stadtrat nun nicht weiter verfolgt. Mit 41 zu 39 Stimmen dagegen war kaum ein engeres Ergebnis möglich, neben der SPD hatten auch die Grünen, die Partei-Klima-Fraktion sowie Tierschutz dafür gestimmt.

Nach einem Änderungsantrag der Grünen war es allerdings auch nur noch darum gegangen, Gespräche mit Betreiber Oscar Bruch aufzunehmen, um die Möglichkeiten für eine Rollschuhbahn zu erörtern.

Die Co-Fraktionsvorsitzende der SPD, Sabrina Proschmann, hatte argumentiert, dass mit dem Abschied von der Eisbahn Energie gespart werden könnte, was im nächsten Winter noch wichtiger werde als im letzten.

Sympathie für diese Idee signalisierte Grünen-Co-Fraktionssprecher Norbert Czerwinski, allerdings müsse ein solcher Schritt im Einvernehmen mit dem Betreiber gegangen werden. Laut Proschmann habe sich die SPD vergeblich um Gespräche bemüht. Auf Anfrage unserer Redaktion hatte Bruch der Idee eine klare Absage erteilt.

Deutliche Kritik am SPD-Vorschlag kam aus den Reihen der CDU. Klaus Mauersberger fand es „traurig“, dass hier einem Schausteller ausgerechnet nach einer schweren Coronazeit das Leben schwer gemacht werden soll. Zudem sah er bei einer Kunststoffbahn eine schlechtere Öko-Bilanz als bei einer Eisbahn. Giuseppe Saitta fand die Idee für eine Rollschuhbahn zudem für den Sommer besser. „Zum Winter passt Eislaufen.“

Des Weiteren verwies er wie Umweltdezernent Jochen Kral darauf, dass nach Angaben von Oscar Bruch bereits 43 Prozent der eingesetzten Energie gespart werden konnte, da ein Teil der Eisfläche mit Kunststoffplatten fürs Eisstockschießen ersetzt wurde.

Ulf Montanus von der FDP wies zudem darauf hin, dass das Stromaggregat bei ausreichend kalten Temperaturen gar nicht laufen müsse, die möglichen Energieeinsparungen „marginal“ seien. Zudem kehre Essen nach einer Rollschuhsaison zurück zur Eisbahn.

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