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Wilke-Skandal: Wurst-Kontrollen in Düsseldorf gehen weiter

Wilke-Lebensmittelskandal : Wurst-Kontrollen in Düsseldorf gehen weiter

Der Skandal um den Wursthersteller Wilke hat Auswirkungen auch in Düsseldorf. Rund 25 Betriebe sind betroffen. Bei Vor-Ort-Kontrollen werden Lieferlisten kontrolliert. Viel Arbeit bereitet die Aktion auch dem Großhandelskonzern Metro.

Der Lebensmittelskandal um den Wurst- und Fleischwarenhersteller Wilke beschäftigt die Düsseldorfer Lebensmittel-Kontrolleure. „Etwa 25 Betriebe sind in der Landeshauptstadt betroffen, bei Bedarf führen wir auch Vor-Ort-Kontrollen durch“, sagt Stadtsprecherin Ingrid Herden. Dabei werde beispielsweise anhand von Lieferlisten überprüft, ob die tatsächlich zurück genommenen Waren mit den zuvor übermittelten Informationen übereinstimmen.

Besonders betroffen ist in der Landeshauptstadt der Großhandelskonzern Metro, der neben den Wilke-Waren auch vier Eigenmarken (Pizza- und Peperoni-Salami der Produktreihen „Aro“ und „Metro Chef“) zurückgerufen hat. „Seit Tagen rufen wir Gewerbetreibende an, die bei uns einkaufen. Außerdem versenden wir E-Mails an die Betroffenen. Erfolgt keine Rückmeldung, schicken wir zusätzlich Briefe“, sagt eine Sprecherin des Handelskonzerns.

Die zurückgegebenen Waren der Kunden, darunter auch kleine Läden und Kioske, sammelt die Metro, die eine Hotline für betroffene Kunden eingerichtet hat und zur Sicherheit auch eigene Stichproben nimmt.

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Allerdings warnt die Sprecherin vor falschen Schlussfolgerungen: „Der Rückruf bedeutet nicht, dass die eingesammelten Waren tatsächlich mit schädlichen Keimen wie Listerien belastet sind. Es handelt sich um eine präventive Maßnahme.“ Wie viele Einkäufer in den vergangenen Tagen benachrichtigt wurden, kann sie nicht genau beziffern. „Aber es war bundesweit schon eine erhebliche Anzahl.“

Entwarnung gab es bei Betreibern von Altenheimen und Krankenhäusern. „Unsere fünf Kliniken werden von einer Zentralküche beliefert. Von dort wurde uns kein Rückruf gemeldet“, sagt Martin Schicht, Sprecher des Verbundes Katholischer Kliniken. Stephanie Agethen, Sprecherin der Caritas, sagt: „Wir haben in unseren Altenzentren keine Wilke-Wurst. Wir kaufen bei der Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG ein, die keine vertragliche Vereinbarung mit Wilke hat.“

Ähnlich ist es bei der Diakonie. Dort haben die Pflegeheime in der Regel eigene Küchen, die von einem Zulieferer zentral beliefert werden. „Und der ist nicht betroffen“, sagt Sprecher Christoph Wand. Und für die Awo stellt Sprecher Wolfgang Schmalz fest: „Bei den Wurstwaren der Firma Wilke handelt es sich um Produkte aus Schweinefleisch, die in unseren Kitas nicht verwendet werden.“